37 Sekunden fehlen am Lohn für den großen Kampf

Ersatzmann Marvin Tepper und Lasse Kopitz auf der Bank der Iserlohn Roosters.

KÖLN – Was für ein Ärger! Im besten Spiel der Roosters gegen die Haie seit über einem Jahr stand der IEC kurz vor der Verlängerung, kassierte 37 Sekunden vor Ende beim Stand von 1:1 einen Treffer der Domstädter und fuhr unverdient nach großem Kampf mit leeren Händen heim.

Ausfälle im Nachholspiel mussten beide Teams schon vor dem ersten Bully hinnehmen. Bei den Sauerländern hatte Sébastien Caron schon beim Abschlusstraining am Vormittag über Unwohlsein geklagt, nachmittags war klar, ein Einsatz ist unmöglich. Bei den Haien fehlten mit Ankert und Tjernqvist zwei wichtige Eckpfeiler in der Defensive. Davon aber war in den ersten fünf Minuten wenig zu sehen. Köln präsentierte sich als bessere Mannschaft, hatte zwei hervorragende Gelegenheiten, Hunwick aber reagierte gut, ließ im gesamten Abschnitt kaum Rebounds zu.

Davon profitierten seine Vorderleute und setzten Offensivakzente. Holzmann (4.) und Giuliano (7.) scheiterten an Aus den Birken. Auch diese Chancen brachten Selbstvertrauen, so dass sich der Rest des Auftaktdrittels zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch entwickelte.

Dieses Selbstvertrauen sorgte auch zum Beginn des zweiten Abschnitts für druckvolle Angriffe des IEC, zwei Wolf-Gelegenheiten und einen guten Bell-Schuss. Überwinden konnten die Gäste Aus den Birken aber nicht. Und die Kölner nutzten einen Zuordnungsfehler zum 1:0 (26.). Schütz brachte eine abgefälschte Scheibe im Netz unter. Von diesem Augenblick an dominierten die Gastgeber das dominante Team. Sie kontrollierten die Partie, Minard aber leistete sich ein Defensivfoul hinter dem Iserlohner Tor, kassierte eine Strafe, die Iserlohns dritte Reihe nutzte, als Fischhaber Stuarts Flip-Pass verwandelte (37.)

Konzentriert in der Defensive starteten die Iserlohner in den Schlussabschnitt, aber offensiv ging nicht viel. Immer stärker gewannen die Fans den Eindruck, dass nur ein Fehler in der Partie den Unterschied machen könne. Erzwingen konnten den die Sauerländer nicht, auch nicht in einer Überzahl, als der IEC für 50 Sekunden sogar mit zwei Akteure mehr auf dem Eis hatte. Trotz des guten Spiels der Sauerländer schafften die Haie in der Schlussminute den Siegtreffer: Einen Schuss von Kranjc fälschte Tripp 37 Sekunden vor Ende der Partie unhaltbar für Hunwick ab.

Mirko Heintz

Haie: Aus den Birken – Kanjc, Müller; Krupp, Holmqvist; Lüdemann, Lavallee; Claaßen – Falk, Gogulla, Minard; Stephens, Robinson, Tripp; Schütz, Weiß, Ticar; Breitkreuz, Ohmann, Riefers

Roosters: Hunwick – Tomassoni, Kopitz; Lepine, Peltier; Rogers, Ardelan; Orendorz – Fischhaber, Holzmann, Hommel; York, Bell, Wolf; Hock, Wörle, Giulinao; Stuart, Tepper.

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Piechaczek (Finning)

Tore: 1:0 (25:37) Schütz (Ticar, Krupp), 1:1 (36:43) Fischhaber (Stuart, Tomassoni/5:4), 2:1 (59:22) Tripp (Kranjc)

Strafen: Haie: 12; Roosters: 2

Zuschauer: 9604

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