1:4 gegen Schwenningen

Vierte Roosters-Niederlage in Folge

Ins Straucheln geraten: Die Iserlohn Roosters um den Kanadier Brooks Macek befinden sich derzeit in einer Abwärtsspirale und waren auch dem Tabellenvorletzten aus Schwenningen (hier mit Damien Fleury) unterlegen. Foto: Jentzsch

Iserlohn - Die Iserlohn Roosters haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den Rückwärtsgang eingelegt. Zwei Tage nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung beim Schlusslicht Krefelder Pinguine verloren die Sauerländer am Sonntag auch gegen den Tabellenvorletzten Schwenninger Wild Wings. Das 1:4 war bereits die vierte Pleite in Folge, zugleich ging das Pasanen-Team erstmals in dieser Spielzeit am Seilersee gänzlich leer aus.

Die druckvollere, die bessere Mannschaft waren die Gastgeber in Drittel eins. Problem nur: Der Torerfolg blieb aus. Mal wieder generierten die Blau-Weißen zu wenig Zwingendes, um den Gegner aus dem Schwarzwald wirklich in Bedrängnis zu bringen. Der war an den Seilersee zwar nur mit vier spielfähigen Verteidigern gereist, hatte aber zu Beginn noch ausreichend Kraft, um die Angriffe der Roosters in den meisten Situationen abzufangen.

Und immer, wenn es wirklich gefährlich wurde, war Keeper Dimitrij Pätzold da, der auch 4:02 Minuten vor dem Ende einen Angriff von Ross, Sylvester und Bassen entschärfte. Die hatten schon zu jubeln begonnen, ihre Fans mitgerissen, doch zeigte der anschließende Videobeweis, dass die Scheibe nach Schuss von Sylvester nicht in vollem Umfang die Torlinie überschritten hatte. Es blieb also beim 0:0. Das war auch nach Ende des Auftaktdrittels so, weil Lange einen Konter von Billich in letzter Sekunde stoppen konnte (20.).

Auch der Mittelabschnitt startete mit Iserlohner Überlegenheit. Angriff auf Angriff fuhren die Waldstädter, warteten aber zu oft mit dem Schuss, spekulierten auf die noch bessere Abschlussmöglichkeit. Dank eines Schwenninger Turnovers aber fiel dann doch die Führung: Teubert hatte sich die Scheibe an der blauen Linie geschnappt, spielte einen hervorragenden Pass auf Blank vor dem Tor, der kaltschnäuzig genug Pätzold keine Chance gab (29.).

Pasanen-Team nach Führung überlegen

Auch im weiteren Verlauf spielte eigentlich nur das Pasanen-Team, unterbrochen von gelegentlichen Konterattacken der Wild Wings. Deren Substanzverlust aufgrund des kleinen Kaders wurde, je länger das Drittel dauerte, immer spürbarer, noch aber hielten sie gut dagegen.

Auch im Schlussabschnitt ein unverändertes Bild: Roosters-Druck gegen Schwenninger Defensive – mit einer Ausnahme: Weil im Iserlohner Drittel die Zuordnung nicht stimmte, wurde Schmölz, völlig allein gelassen, erzielte den Ausgleich. Anschließend erhöhte das Pasanen-Team den Druck, kam durch Jaspers auch zum vermeintlichen 2:1: Nach erneutem Videobeweis zählte der Treffer aber nicht.

In Überzahl kommt es knüppeldick

Und dann kam es für die Gastgeber knüppeldick: Bei Überzahl verpassten York und Petersen, während auf der Gegenseite Danner mit einem Verlegenheitsschuss kurz hinter der Mittellinie Lange ganz alt aussehen ließ – 1:2 (54.). Die Roosters waren jetzt außer Rand und Band, stürmten ohne Absicherung, was von Acton (56.) und Fleury per Empty-Net-Tor prompt bestraft wurde.

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