Iserlohn verliert fünftes Viertelfinale

Roy trifft Roosters ins Herz: Matchball für Hanseaten

+
Michael Wolf unterlag am Mittwochabend mit den Roosters in Hamburg sehr unglücklich 1:3.

Hamburg - Ein Schuss machte im fünften Play-Off-Viertelfinale den Unterschied in einem hervorragenden Auswärtsspiel der Iserlohn Roosters: Dieser Schuss, 4:37 Minuten vor Schluss von Roy in Richtung Kopf von Ersberg abgefeuert, ließ den Roosters-Keeper erzittern und passte genau unter die Latte.

Von Mirko Heintz

Am Freitag müssen die Roosters am Seilersee jetzt den ersten Matchball gegen die Hanseaten abwehren und ein siebtes Spiel in Hamburg erzwingen.

Wenig Chancen, viel Defensive, eine scheinbar angezogene Handbremse bei beiden Mannschaften. Diese Tatsachen prägten die ersten 20 Minuten. Dabei hatten die Sauerländer nach 15 Sekunden mit dem ersten Schuss von Wolf auf Kotschnews Kasten für einen Videobeweis gesorgt, nach dem die Unparteiischen allerdings zu Recht auf ‘kein Tor’ entschieden.

Die Play-off-Chronologie:

- Spiel 1: Roosters verlieren mit 1:4

- Spiel 2: Roosters siegen 3:0, der Seilersee bebt

- Spiel 3: Lange der gefeierte Roosters-Held in Hamburg

- Spiel 4: Keine Kraft mehr: Alles ist wieder offen

Hamburgs erste gelungene Offensivaktion war ein Lattenkracher von Jerome Flaake, der nach 185 Sekunden den Rückstand für die Sauerländer hätte bedeuten können. Anschließend hatten beide Teams in erster Linie damit zu tun, sich in der Defensive zu neutralisieren. Beide Teams kassierten im fairen ersten Drittel zwei Strafminuten, überstanden diese.

Ihre Unterzahlmomente überstanden die Iserlohner weiter schadlos, hatten nach 130 Sekunden ihrerseits nach einem Schuss von Foster kein Scheibenglück, so dass Sertich den Rebound, den Kotschnew bot, nicht zu nutzen wusste. Etwas mehr als zwei Minuten später machten das die Hanseaten besser.

Nach einem schlechten Wechsel der Roosters passte Pettinger auf den frei stehenden Dupuis, der zum 1:0 traf (25.). Der Ausgleich gelang nach einer hervorragenden Idee von Macek. Mit Platz vor dem Kasten der Freezers arbeitete sich der Youngster in den Torraum, versuchte bei Kotschnew die Lücke zu finden, entdeckte nur Raedeke, der ungedeckt am Außenrand des Bullykreises stand und die Scheibe unter die Latte hämmerte (31.). Erstmals in dieser Serie war Kotschnew überwunden und die Blau-Weißen zurück in der Partie.

Orendorz scheidet verletzt aus

Ins letzte Drittel starteten die Sauerländer weiter ohne Orendorz, der von einem Schuss getroffen im zweiten Abschnitt ausschied, agierten mit Gödtel in der Defensive und mussten früh zwei Unterzahlsituationen überstehen. Im Bewusstsein dessen hatten die Roosters Selbstvertrauen.

Fotostrecke zum ersten Heimspiel gegen die Freezers

2. Playoff-Spiel: Iserlohn Roosters - Hamburg Freezers

Foster und Macek erarbeiteten Chancen, die Freezers hatten auch ihre Augenblicke vor dem Kasten von Ersberg, beide Torhüter aber präsentierten sich in hervorragender Form. Auf- und ab wogte das Match, wobei die Freezers den Druck erhöhten und die Entscheidung herbeiführten. Roys Schuss, auf den Kopf von Ersberg gezielt, ließ den schwedischen Goalie erzittern und passte genau unter die Latte. Die Entscheidung.

Pasanen bekam keine Chance mehr, eine Auszeit zu nehmen, beorderte zwar Ersberg noch vom Eis, seine Feldspieler aber fanden nicht die Ruhe, um ein den Ausgleich noch zu erzielen. Pettingers Empty-Net-Treffer zwei Sekunden vor dem Ende war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Fotostrecke zum zweiten Heimspiel gegen die Freezers

4. Playoff-Spiel: Iserlohn Roosters - Hamburg Freezers

Match fünf an der Elbe in der Statistik

Freezers: Kotschnew – Ejdepalm, Nielsen; Schubert, Westcott; Schmidt, Roy; Bettauer – Festerling, Wolf, Flaake; Dupuis, Pettinger, Oppenheimer; Madsen, Jakobsen, Mitchell; Möchel, Cabana, Krämmer

Roosters: Ersberg – Raymond, Brennan; Danielsmeier, Kopitz; Orendorz, Teubert – Sertich, Dupont, Wolf; Raedeke, Gödtel, Macek; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel Mulock

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 1:0 (24:46) Dupuis (Pettinger, Oppenheimer), 1:1 (30:26) Raedeke (Mulock, Macek) 2:1 (55:23) Roy (Wolf, Schmidt); 3:1 (59:58) Pettinger (Jakobson, Mitchell)

Strafminuten: Freezers 8 – Roosters 10

Zuschauer: 7104

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare