Iserlohner wollen Wiedergutmachung

Defensive der Roosters im Fokus

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Blickrichtung „heiße Weihnachtsphase“: Auf die Roosters warten innerhalb von etwas mehr als 30 Tagen 16 Spiele.

Iserlohn -  Die Friedenspfeife bei den Kufencracks der Iserlohn Roosters ist geraucht, die Botschaft vor dem Heimspiel gegen Schwenningen (Freitag, 19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) und am Sonntag bei der Düsseldorfer EG (16.30 Uhr/ISS-Dome) angekommen. Wahrscheinlich zumindest.

Von Mirko Heintz

„Ob es tatsächlich so ist, werden wir am Freitagabend sehen. Ich bin aber davon überzeugt. Die Jungs haben schon auf der Heimfahrt aus Straubing ganz intensiv gesprochen“, sagte Karsten Mende.

Der Manager der Roosters war es, der nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Niederbayern sein Missfallen über die Leistung der Mannschaft deutlich in der Kabine zum Ausdruck gebracht hatte. „Die Mannschaft besitzt so viel Charakter und so viel Klasse, dass ein Wachrüttler sicherlich wichtig war, aber jetzt auch kein Wort mehr darüber verloren werden muss“, betont der ehemalige Nationalspieler.

Sportlich erwartet Cheftrainer Jari Pasanen von seiner Mannschaft ein wieder größer werdendes Maß an defensiver Disziplin. „Wir müssen es unbedingt wieder hinbekommen, an die Leistungsfähigkeit in der Defensive anzuknüpfen, die uns in dieser Saison bereits ausgezeichnet hat“, lautet die Botschaft des Finnen. Gegen Schwenningen und bei der DEG sind seine Jungs auch zum Erfolg verdammt, will man im Play-off-Kampf die Trumpfkarten in der Hand behalten.

Dabei sind die Voraussetzungen ähnlich wie gegen Straubing, auch wenn die tabellarische Situation eine etwas andere ist. Schwenningen und die DEG stehen nicht abgeschlagen im Tabellenkeller und gehören zu den unangenehm zu spielenden Mannschaften in der Deutschen Eishockey Liga. „Rückbesinnung auf die einfachen Dinge, Konzentration auf die Verteidigung, all das ist von besonderer Wichtigkeit. Darauf muss der Fokus der Jungs liegen“, so Pasanen weiter. Umstellungen im Kader wird er vornehmen: „Ich will vier ausgeglichene Reihen, die jede für sich offensiv und defensiv Akzente setzen können. Deshalb rutscht Chris Connolly wieder zu Boris Blank und Chad Bassen.“

Stichwort Stressfaktor. Der wird jetzt deutlich höher. Zum ersten Mal steht für die Sauerländer eine englische Woche an, bis zum 11. Januar warten 16 Spiele in etwas mehr als 30 Tagen. „Wir haben schon damit begonnen, das Training zu dosieren, versuchen nur noch maximal 20 bis 25 Minuten hart zu arbeiten, auch das Training im Kraftraum einzuschränken“, erklärt Pasanen. Die Fitness steht jetzt besonders im Vordergrund, auch deshalb, weil gerade in diesen Tagen Verletzungen doppelt schwer zu kompensieren sind.

Auch auf der Torhüterposition wird es darauf ankommen, die letzte, zentrale Personalentscheidung zu treffen: Geht man mit Daniar Dshunussow in die heiße Weihnachtsphase oder verpflichtet man einen ausländischen Goalie als Back-Up für den Fall, dass die Rückenverletzung des Neuzugangs Topleistung nicht zulässt? „Ich schaue ihn mir jeden Tag sehr genau an und entdecke eine positive Entwicklung – er wird stärker“, meint Mende. Am Wochenende will er sich mit Torwarttrainer Mikka Tarvainen beraten, wie es weiter geht.

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