DEL-Playoff-Viertelfinale

Die Iserlohn Roosters stehen nach 1:7-Debakel vor dem Aus

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Die Iserlohn Roosters kassierten am Dienstagabend in Nürnberg gleich sieben Gegentore - ein ganz bitterer Abend.

Nürnberg - Zu viele verlorene Zweikämpfe, zu viele Fehler: In Nürnberg kassierten die Iserlohn Roosters am Dienstagabend die dritte Niederlage in der Playoff-Viertelfinalserie, beim 1:7 war es ein rechtes Debakel. Die bärenstarken Ice Tigers zeigten den Sauerländern die Grenzen auf und gewannen auch in der Höhe verdient. Die Serie steht nun 3:1 für Nürnberg, damit stehen die Roosters dicht vor dem Aus.

Die Gäste hatten sich so viel vorgenommen, starteten solide und überlegt ins Match, erlebten positive Anfangsminuten mit starker Defensivleistung und guten Angriffen. Sowohl die York-Formation als auch Raymond per kontrolliertem Schuss im ersten Powerplay der Partie hätten die Sauerländer in Führung bringen können. Einmal mehr aber hatten die Blau-Weißen nicht das Glück auf ihrer Seite. Nürnberg dagegen steigerte, je länger das Drittel dauerte, Intensität und Tempo, versuchte mit harten Checks zu agieren. 

Gleichzeitig hatte Ice-Tiger-Coach Rob Wilson für die Roosters eine neue Überraschung ausgeklügelt. Oft schickte der Franken-Trainer im Angriff vier seiner Spieler vor das gegnerische Tor, vertraute auf einen Mann an der blauen Linie. Genauso fiel das 1:0 (10.). Vorm Lange-Tor sorgten die Gastgeber für Unruhe, brachten den Puck auf Reimer, der aus fünf Metern knallhart abzog und traf. Gegentreffer Nummer zwei resultierte aus einem Fehler vor dem Tor, als Lange den Rebound erlaubte, seine Vorderleute Buzas nicht kontrollierten, der Iserlohns Goalie umspielte (18.). 

Highlights der Partie im Video bei laola1.tv

Pasanen und Bartman forderten vor dem Mitteldrittel erneut, dass sich das Team auf die ausgegebene Taktik zurückbesinnen sollte, sie erhofften sich die Geduld, die es braucht, um ins Match zurückzukehren. Die Ansätze waren erneut hervorragend. Insbesondere die Formation um Jaspers mit Macek und Caporusso entwickelte den Druck – aber ohne Fortune. Als dann Möchel in der 28. Minute zum 3:0 traf, rackerten die Roosters zwar weiter, schafften es aber nicht, die Franken zu gefährden. 47 Sekunden vor Drittelende, als die Gäste erneut hofften, vielleicht im Powerplay den Anschlusstreffer zu erzielen, erlaubten sie sich einen Scheibenverlust, den Steckel zum 4:0 nutzte – das zweite Shorthanded-Goal gegen die Roosters in dieser Serie. 

Ehrentor durch Louie Caporusso

Zu Beginn des Schlussabschnitts wechselte Pasanen Pickard für Lange ein. Das Team versuchte erneut, die Defensivarbeit zu leisten, die der Trainer sich wünschte, schaffte das aber nur für 4:09 Minuten. Dann fing Nowak einen Pass in der Iserlohner Zone ab und erhöhte auf 5:0. Schockstarre! Auch das 6:0, nur 96 Sekunden später, resultierte aus einem gewonnen Zweikampf der Gastgeber, Heatley traf per Schlagschuss. Oblinger erhöhte gar noch auf 7:0. Ein schlimmes Debakel war es, auch wenn Louie Caporusso in der 57. Minute noch das Ehrentor gelang. Die Stimmung rettete das nicht mehr. 

Ice Tigers: Beskorowany – Printz, Borer; Joslin, Klubertanz; Martinovic, Nowak; Weber – Steckel, Heatley, Pföderl; Reinprecht, Ehliz, Reimer; Murley, Buzas, Segal; Pfleger, Möchel, Oblinger
Roosters: Lange (ab 40. Pickard) – Button, Teubert; Côté, Raymond; Périard, Lavallée; Orendorz – York, Dupont, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Connolly, Sylvester; Friedrich, Shevyrin, Blank
Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Piechaczek (Landsberg) Tore: 1:0 (09:18) Reimer (Martinovic, Ehliz), 2:0 (17:31) Buzas (Klubertanz, Murley), 3:0 (27:13) Möchel (Pfleger), 4:0 (39:13) Steckel (Möchel/4:5), 5:0 (44:09) Nowak, 6:0 (45:45) Heatley (Pföderl), 7:0 (50:10) Oblinger (Borer, Murley), 7:1 (56:51) Caporusso (Macek, Raymond)
Strafminuten: Ice Tigers 8; Roosters 6
Zuschauer: 7646 (ausverkauft)

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