Große Ernüchterung im Schwarzwald

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Nur zwei Tage nach dem Kantersieg gegen Köln landeten die Roosters in Schwenningen hart auf dem Boden der Tatsachen.

Schwenningen - Drei verlorene Punkte in Schwenningen: Den Unterschied machten die Special-Teams und die Beine. Im Schwarzwald reichte die Kraft der Iserlohn Roosters nicht aus nicht aus, um über 60 Minuten die bessere Mannschaft zu sein. So siegten die Schwenninger Wild Wings 3:2 (1:1, 1:0, 1:1).

Von Mirko Heintz

Nach zehn Minuten führte der IEC nach einem schönen Alleingang Fosters, der Pätzold die Scheibe mit letzter Kraft unter den Schonern durchschob 1:0 (7.). Zwar fehlte es in Überzahl an Durchsetzungskraft, das aber würde sich bereinigen lassen – hoffte der Gast. Eine doppelte Überzahl der Wild Wings, nach einem Foul von Button und einem über die Bandenverglasung geschlagenen Puck Teuberts bescherte den ausgeruhten, weil am Freitag spielfreien Wild Wings, den Ausgleich durch Greentree (15.). Blank und Connolly hatten zwar gleich anschließend eine erneute Chance, um ihr Team gleich wieder in Führung zu bringen, letztlich aber gewannen die Schwenninger dank aggressiven Forecheckings die Oberhand.

Friedrich per Schlagschuss hatte nach knapp 24. Minuten die Führung erneut auf dem Schläger, Pätzold aber parierte. Die Schwärzwälder erspielten sich nun mehr Gelegenheiten und verbuchten durch Sharpes Direktabnahme das 2:1 (30.). Trotz 5:3-Überzahl sollte es den Waldstädtern bis zum Drittelende nicht gelingen, den Ausgleich zu erzielen.

Aus der zweiten Drittelpause kamen die Roosters wie ausgewechselt. Teubert, Blank und Petersen hämmerten schon in den ersten Sekunden Schüsse aufs Schwenninger Tor. Nach einem schlechten Wechsel der Gastgeber gelang Dylan Wruck mit einem Knaller unter die Latte das 2:2 (42.). Es war Wrucks sechster Treffer im fünften Spiel in Serie. Es hatte den Anschein, als seien die Sauerländer aufgewacht. Das blieb auch so, bis Jares sich eine vermeidbare Strafe leistete, die Schwenninger wieder ein gutes Powerplay zeigten und Hacker nach einem Schuss, den Lange nicht festhalten konnte, die Scheibe ins Iserlohner Tor brachte.

Macek trifft final nur den Pfosten

Erneut lag der IEC in Rückstand, hatte Gelegenheiten durch Raedeke und Bassen, Schlager aber hatte knapp sechs Minuten vor dem Ende die Chance, die Partie endgültig zu entscheiden. Sein Schuss aufs leere Iserlohner Tor landete allerdings am Pfosten – Glück für die Sauerländer, die es dennoch nicht schafften, den erneuten Ausgleich zu verbuchen. Zwar traf Macek sechs Sekunden vor dem Ende den Pfosten, mehr aber war nicht drin.

Wild Wings: Pätzold – Goc, Wilhelm; Dinger, Dück, Caldwell, Granath; Rome, Greentree, Hacker; Sharp, Matsumoto, Schlager; Green, Palmieri, Danner; Pielmeier, O´Connor, Sacher

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Jares, Teubert; Orendorz – Raedeke, Friedrich, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Dupont, Kahle

Schiedsrichter: Krawinkel (Moers), Steinecke (Erfurt)

Tore: 0:1 (06:04) Foster (Bassen, Connolly), 1:1 (14:21) Greentree (Goc, Caldwell/5:4), 2:1 (29:32) Sharp (Schlager, Matsumoto), 2:2 (41:30) Wruck (Lavallée, Button), 3:2 (46:29) Hacker (Goc/5:4)

Strafminuten: Wild Wings 12, Roosters 10

Zuschauer:  4059

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