Eishockey, Pre-Play-offs

Große Ernüchterung am Seilersee

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Es ging um viel, und es ging hoch her: Im ersten Pre-Play-off-Spiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Gästen aus Bremerhaven stand am Seilersee am Ende die große Ernüchterung. Die Gastgeber unterlagen 2:5 und stehen nun mit dem Rücken zur Wand. 

Iserlohn - Fast 40 Minuten kontrollierten die Iserlohn Roosters ein taktisch geprägtes Pre-Play-off-Erstrundenspiel, verpassten es, Tore zu schießen, waren aber im Match und die bessere Mannschaft. „Individuelle Fehler“, so sagte es Christopher Fischer nach der Partie, und zu viele Undiszipliniertheiten hätten die Sauerländer im letzten Drittel um die Chance auf den Sieg gebracht.

Taktisch typisch begann die Partie. Statt auf Vollgas zu schalten, hielten sich die Roosters im Abwarte-Modus. Co-Trainer Jamie Bartman hatte bereits vor der Partie Geduld angemahnt. So waren die Sauerländer auch in der Saison zu Werke gegangen und hatten Erfolg gehabt. Offensiv blieb die Ausbeute an Möglichkeiten bescheiden. Friedrich nach fünf Minuten, Florek nach acht, Turnbull in der neunten von Brown in Szene gesetzt. 

Das waren die Chancen der Blau-Weißen. Anschließend überstanden sie eine Bremerhavener Überzahl, die gut gespielt Schwartz die Chance gab, die Scheibe ins leere Iserlohner Tor zu befördern. Anschließend schienen die sehr abgeklärt agierenden Sauerländer ein bisschen mehr zu riskieren, kamen durch Turnbull und Jaspers zu besseren Torgelegenheiten. Pöpperle im Tor der Pinguins hielt seinen Kasten aber sauber. 

Auch der Mittelabschnitt blieb lange, nämlich bis zur 38. Minute, torlos. Dann zauberte Bergmann einen Traumpass auf Ross Mauermann, der Dahm keine Chance ließ. Gerade, weil die Waldstädter bis dahin die bessere Mannschaft waren, ein ärgerlicher Moment. Blaine Downs Glückstor 134 Sekunden später aber nahm dem 0:1 die Bedeutung. Der Roosters-Stürmer zog nahe der blauen Linie einfach mal ab, Pöpperle im Tor der Pinguine griff daneben, 1:1 (40.). 

Nach dem 1:3 völlig von der Rolle

Gleich zu Beginn des letzten Drittels überstanden die Sauerländer eine Unterzahl-Situation und lagen gleich danach erneut wieder hinten. Erneut war es Ross Mauermann, der nach einem Steal in der Zone der Roosters von George zum 2:1 traf. 116 Sekunden später der nächste Rückschlag. Bei angezeigter Strafe gegen die Sauerländer hatte Bremerhaven erneut zu viel Platz in der Iserlohner Defensive, Schwartz brachte die Scheibe zu Lampl – 3:1. 

War es nicht vorher schon der Fall gewesen, so brachte dieser Treffer die Gastgeber gänzlich von der Rolle. Die Gäste durften nun in der Iserlohner Zone nach Belieben kombinieren – und Tore schießen. 12:22 Minuten vor Ende war es Jan Urbas, der zum 4:1 traf. 8:42 Minuten vor dem Ende kassierte Gästeakteur Lampl eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Bandenchecks an Blank. Ohne Folgen: Zwar traf Combs noch zum zwischenzeitlichen 2:4, Newbury aber setzte den Schlusspunkt ins leere Tor. So verloren die Sauerländer das wichtige erste Duell der „Best-of-three-Serie“ und stehen am Freitag in Bremerhaven mit dem Rücken zur Wand.

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