Eishockey, DEL

Böse Momente im Mitteldrittel

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Erwies seinem Team einen Bärendienst, als zu Beginn des letzten Drittels eine Massenschlägerei auslöste: Brad Ross.

Berlin - Der Gesamteindruck stimmte, in den Details aber brachten sich die Iserlohn Roosters am Freitagabend bei den Eisbären Berlin um Punkte gegen den Rekordmeister. Insbesondere im zweiten Drittel erlaubten sich die Blau-Weißen zwei Momente, die am Ende die Niederlage beförderten. So verloren die Sauerland 3:4 (1:1, 0:3, 2:0) an der Spree.

Nach Ende der ersten 20 Minuten war sich Co-Trainer Jamie Bartman sicher: Die Partie war ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften habe sich echte Vorteile herausarbeiten können. Fakt aber war auch, dass das Team vom Seilersee vielleicht sogar mit einem oder zwei Treffern hätte führen können. Vier hochkarätige Möglichkeiten hatten Halischuck, Jones, Blank und Rallo, verpassten aber den perfekten Abschluss. 

Den durfte auch Eisbär Darin Olver nicht bejubeln (11.). Drei Minuten später gab Olver den Vorlagengeber. Caporusso saß wegen hohen Stocks auf der Strafbank, als Rankel die Führung markierte. Aber die Roosters glichen noch vor Drittelende durch Caporusso aus. 

Der Mittelabschnitt begann ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten Möglichkeiten, die Gastgeber aber sollten zur deutlich cleveren Mannschaft avancieren. Gegentreffer eins war noch zu verschmerzen. Genau in der Sekunde, als eine Strafe gegen Bassen endete, hatten die Berliner den IEC tief in die eigene Zone gedrängt, traf Müller zum 2:1 (25.). Hätte Caporusso nur zwei Minuten später nicht nur den Pfosten getroffen, wäre das Match erneut ausgeglichen worden, so aber liefen die Sauerländer hinterher und kassierten in der 33. Minute mitten ins eigene Powerplay hinein durch Tallackson, der einen 1:0-Konter gegen Lange nutzte, das 1:3. Gegentor Nummer vier fiel nach einem Fehlpass Fischers, der Wilson vor die Füße fiel. Nach Doppelpass mit Rankel vollstreckte Wilson zur 4:1-Führung. 

Nur ein früher Treffer also würde die Roosters ins Match zurückbringen können. Statt des sportlichen Akzents wollte Brad Ross den körperlichen Moment setzten, löste damit eine Massenschlägerei aus, an dessen Ende eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen ihn und damit eine drei Minuten dauernde Unterzahl der Roosters stand. Zwar überstanden die Roosters diese schadlos, Minute um Minute aber lief ab. 

Erst Milams Schlagschusshammer durch die Schoner von Vehanen zum 4:2 ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen (51.). Hätten die Roosters das anschließende Powerplay genutzt, wäre die Partie gekippt. Dann wäre Caporussos zweiter Treffer der Ausgleich zum 4:4 gewesen, so war es das 4:3, das er 30 Sekunden vor Ende erzielte – zu wenig für ein Happy-End... 

Tore: 1:0 (13:50) Rankel (Dupont, Olver/5:4), 1:1 (18:13) Caporusso (Friedrich, Button), 2:1 (24:17) Müller, 3:1 (32:30) Tallackson (4:5), 4:1 (37:09) Wilson (Rankel), 4:2 (50:43) Milam (Périard, Dziurzynski), 4:3 (59:30) Caporusso (Milam, Jaspers/6:5)

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