Roosters verlieren beim Drittletzten

Roosters: Genickschlag in der Overtime

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Die Iserlohn Roosters unterlagen in Schwenningen 3:4.

Villingen-Schwenningen - Es war für Eishockey-DEL-Club Iserlohn Roosters das erwartet schwere Match bei den Schwenninger Wild Wings. Nach 0:3-Rückstand beim hart arbeitenden Drittletzten der Tabelle kämpfte sich das Team vom Seilersee zurück ins Match – und musste sich in der Verlängerung 3:4 geschlagen geben.

Schlecht war das erste Drittel der Sauerländer im Schwarzwald nicht. Trotzdem lagen sie nach 20 Minuten 0:2 hinten. Beide Gegentreffer waren das Resultat von 60 Sekunden kurz vor der Drittelpause, als Danner vom Außenrand des linken Bullykreises mit einem Schuss unter die Latte traf und die Roosters bei Hults 2:0 die Zuordnung in der Defensive vermissen ließen (19./20.).

Ein Zwischenergebnis, das ärgerlicher kaum sein konnte, denn das Pasanen-Team war nicht nur aufgrund ihrer sieben Minuten dauernden Überzahlsituationen – Brown kassierte nach einem Check von hinten gegen Friedrich eine Spieldauerdisziplinarstrafe – die bessere Mannschaft. Der Mittelabschnitt, 82 Sekunden gespielt – 3:0 (22.). Dupont musste wegen eines Haltens auf die Strafbank. Pikkarainen schoss von der blauen Linie, die Scheibe tropfte im Slot ab, Danner sicherte sich den Nachschuss.

Ein erneuter Rückschlag für den IEC, den die Spieler aber schnellstens vergessen machen wollten. Plötzlich waren die Sauerländer da, aggressiv, läuferisch und spielerisch besser, verbuchten schnell durch Raymond den Anschlusstreffer (24.). Auf und ab wogte in den Folgeminuten die Partie. Dann die 32. Spielminute: Ross unterlief Schmölz, der hochstieg, um einen Puck zu fangen, und aufs Eis stürzte. Die Wild-Wings-Spieler stürzten sich auf Ross. Torhüter MacDonald und Schmölz selbst kassierten Spieldauer-Disziplinarstrafen, Ross ebenfalls. Minutenlang war die Partie unterbrochen und damit auch der Lauf der Iserlohner.

Schwenningens Fleury musste später wegen hohen Stocks gegen Caporusso mit einer weiteren Spieldauer-Strafe vom Eis. Zwei Minuten blieben so den Blau-Weißen zu Beginn des Schlussdrittels in Überzahl, aber auch diese wussten sie nicht zu nutzen. Es fehlte am Feintuning. Die Roosters hatten ihre Gelegenheiten, brauchten aber bis zur 50. Spielminute, um in Person von Caporusso zum 2:3 zu treffen. Petersen bekam kurz danach eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe, in der Stastny die Scheibe über die Linie brachte – Videobeweis. Der fiel zugunsten der Sauerländer aus, weil die Unparteiischen auf Torraum-Abseits erkannten. In Überzahl fand ein Schuss von Bobby Raymond den Weg ins Tor zum 3:3 (57.).

Es ging in die Verlängerung, die fast um war, als Rome einen Pass an den rechten Pfosten des Iserlohner Tores spielte und Stastny freistehend die Lücke zwischen Pfosten und Schoner von Lange fand.

Wild Wings: MacDonald (ab 31:27 Pätzold) – Pikkarainen, Hunkes; Bender, Goc; Brückner, Pelech; Trivellato – Acton, Fleury, Hult; Rome, Brown, Kurth; Danner, Schlager, Schmölz; Stastny, Ritter, Pohl
Roosters:  Lange – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz, Raymond; Périard – York, Connolly, Dupont; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Petersen; Friedrich, Sylvester, Blank
Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Vogl (München) Tore: 1:0 (18:55) Danner (Schlager, Hunkes), 2:0 (19:55) Hult (Fleury, Rome), 3:0 (21:22) Danner (Pikkarainen/5:4), 3:1 (23:31) Raymond (Connolly, York), 3:2 (49:01) Caporusso (Jaspers, Macek), 3:3 (56:29) Raymond (Button/5:4), 4:3 (64:38) Stastny (Rome)
Strafminuten:  Wild Wings: 25 + Spieldauer (Brown, Schmölz, MacDonald, Fleury); Roosters: 23 + Spieldauer (Ross)
Zuschauer: 3525

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