Roosters chancenlos beim Meister

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Evan Trupp und die Iserlohn Roosters waren am Freitagabend beim Deutschen Meister in München chancenlos.

München - Nichts zu holen gab es für die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitagabend beim EHC Red Bull München. Auf dem Eis des amtierenden Meisters unterlagen die Sauerländer mit 1:5 (0:2, 0:2, 1:1). Weil parallel die Wild Wings aus Schwenningen gegen die Krefeld Pinguine gewannen, leuchtet die Rote Laterne wieder am Seilersee.

Die „Roten Bullen“ aus München um den Ex-Iserlohner Michael Wolf ließen Puck und Gegner von Beginn an laufen und sorgten dafür, dass die Gäste in den meisten Situationen nur reagieren und eben nicht agieren konnten. Zielstrebig brachten die Hausherren die Scheibe immer wieder Richtung Niko Hovinen im Iserlohner Kasten – und als Parkes einen der vielen Schüsse vor dem Tor noch abfälschen konnte, führten die Münchner mit 1:0 (4.).

Der EHC blieb am Drücker und Hovinen im Blickpunkt. Gegen Tobias Eder rettete der Schlussmann hervorragend mit der Fanghand (6.). Doch bei den Roosters schlichen sich danach einfache Fehler ein. Camara spielte den Puck unter Druck quer durch das eigene Drittel – Button aber konnte diese Einladung nicht nutzen. So dauerte es bis zur 14. Minute, ehe Yannic Seidenberg nach einem Querpass an der blauen Linie die Scheibe direkt auf den Kasten drosch und zum 2:0 in den Winkel traf.

Iserlohn kam erst danach gefährlich vor das EHC-Gehäuse, doch Friedrich scheiterte mit seiner Direktabnahme am Schoner von Kevin Reich (14.). Die Führung für München nach 20 Minuten war mehr als verdient. Im zweiten Drittel sorgten dann auch die Sauerländer für Gefahr vor dem Münchner Tor. Die ersten Möglichkeiten besaßen Camara und Trupp in Überzahl. Aber auch im Spiel Fünf gegen Fünf setzten die Roosters den Gegner nun unter Druck, zwangen ihn zu Fehlern im eigenen Drittel und setzten so deutlich mehr Akzente in der Offensive als noch im ersten Durchgang. Lediglich ein Tor fehlte, um zurück ins Spiel zu kommen.

Deutlicher effektiver präsentierte sich hingegen der Deutsche Meister, der sich bis dahin im Mittelabschnitt auf das Verteidigen konzentriert hatte. Parkes‘ Schuss konnte Hovinen noch abwehren, aber gegen Stajans Nachschuss hatte der Goalie keine Chance – 3:0 (34). Keine 60 Sekunden später rappelte es dann erneut im Iserlohner Tor. Wieder war es Stajan, der nach einem langen Pass von Shugg alleine auf Hovinen zulief und eiskalt vollendete (35.). Es war bereits die Vorentscheidung in dieser Begegnung.

Dennoch versuchten die Sauerländer im Schlussabschnitt zumindest das Ergebnis erträglicher zu gestalten, aber irgendwie hatte man das Gefühl, dass der Puck an diesem Abend einfach nicht ins Münchner Tor gehen wollte. Stattdessen blieben die Hausherren durch ihre schnellen Konter weiterhin gefährlich. Zwar misslang der „Bauerntrick“ des starken Parkes, doch im Nachschuss hämmerte Maximilian Daubner den Puck zum 5:0 in die Maschen (48.). Ein Erfolgserlebnis gab es für die Iserlohner dann aber doch noch. Kevin Schmidt, der gegen den EHC nach einer wochenlangen Knieverletzung sein Comeback feierte, schloss einen Alleingang sehenswert zum 1:5 aus Gäste-Sicht ab (50.) – der Ehrentreffer.

Mehr gab es gegen den spielstarken Deutschen Meister für die Roosters nicht zu feiern. Die Iserlohner verloren verdient und mussten ohne Punkte die lange Heimreise antreten.

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