Eishockey, DEL

Roosters: Heimsieg und neuer Keeper

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3:0-Führung nach dem ersten Drittel – da jubelten die Iserlohn Roosters gegen Nürnberg nicht ohne Grund. 

Iserlohn - Mal wieder gab es am Seilersee in dieser Spielzeit ein Torfestival, das man im Vorfeld gegen die Ice Tigers Nürnberg nicht erwarten durfte. 6:3 (3:0, 2:2, 1:1) schlug das Team von Trainer Rob Daum den Angstgegner auch in dieser Höhe verdient.

Trotz zuletzt zweier Heimniederlagen machten die Roosters-Fans vom Eröffnungsbully an mächtig Stimmung. Mit Erfolg: Schon in der zweiten Minute kassierten die Gäste eine eiskalte Dusche. Nach einem Konter schlenzte Lean Bergmann den Puck rechts oben in den Winkel. Die Sauerländer wirkten wesentlich handlungs- und gedankenschneller als die Ice Tigers, denen man ansah, dass sie die vielen Spiele in der Champions-Hockey-League in den Knochen hatten. 

Anders die Gastgeber: Martinovic nutzte den Platz an der blauen Linie, marschierte noch zwei, drei Meter und vollendete in den rechten Winkel – 2:0 (12.). Da Nürnberg ohne absichernden Angreifer agierte, kamen die Iserlohner immer wieder zu Überzahlkontern. Bergmann stahl den Puck an der Außenbande und wurde von den Gästen nicht gehindert, nach innen zu ziehen. Den strammen Schuss ließ Jenike durchrutschen – so kullerte die Scheibe zum 3:0-Pausenstand ins Tor (20.). 

Im zweiten Durchgang ließen sich die Sauerländer auf einen offenen Schlagabtausch ein. Dies hatte zur Folge, dass es Dutzende Tormöglichkeiten hüben wie drüben gab. Auf jeden Gegentreffer der Nürnberger fanden die Hausherren die passende Antwort. So entstand ein Spiel, dass die Zuschauer begeisterte. So stand’s nach Toren von Brown und Kisinger für den Gast sowie Caporusso und Weidner für die Roosters nach 40 Minuten 5:2. 

Neuer Torwart aus Finnland

Im Schlussabschnitt schlichen sich auf beiden Seiten Unzulänglichkeiten ein, wodurch der Spielfluss deutlich häufiger unterbrochen wurde. Laut wurde es noch einmal, als Clarke energisch nachsetzte und zum 6:2 traf (50.). Der Schlusspunkt gehörte den Gästen, die durch Segals Tor in der letzten Sekunde noch Ergebniskosmetik betrieben, was aber die gute Stimmung am See nicht mehr zu trüben wusste. 

Roosters: Dahm – Fischer, Martinovic; Schmidt, Erllerby; Todd, Yeo; Orendorz – Matsumoto, Friedrich, Florek; Trupp, Caporusso, Camara; Weidner, Smotherman, Dmitriev; Clarke, Turnbull, Bergmann 
Ice Tigers: Jenike (Treutle 31:40)– Weber, Jurcina; Aronson, Gilbert; Bender, Lalonde; Stephan – Acton, Pföderl, P. Reimer; Buck, Bast, Brown; Dupuis, D. Weiß, Segal; Bassen, Alanov, Kisinger 
Schiedsrichter: Hurtik (Bad Nauheim), Iwert (Adendorf)
Tore: 1:0 (01:58) Bergmann (Turnbull, Orendorz), 2:0 (11:28) Martinovic (Matsumoto), 3:0 (19:40) Bergmann (Clarke), 3:1 (21:14) Brown (Buck, Bast), 4:1 (21:43) Caporusso) Camara, Y), 4:2 (27:19) Kisinger (Alanov, Bassen), 5:2 (31:40) Weidner (Smotherman, Fischer), 6:2 (49:16) Clarke (Orendorz, Dmitriev), 6:3 (59:59) Segal (Dupuis, Pföderl)
Strafminuten: Roosters 2 – Ice Tigers 10
Zuschauer: 3987

Die Roosters haben einen weiteren Torhüter verpflichtet. Der 30 Jahre alte Finne Niko Hovinen wechselt vom Eliteliga-Club KalPa aus Kuopio an den Seilersee. Das teilten die Sauerländer am Freitag mit. „Wir wollen in dieser Saison unsere Ziele sehr klar im Auge behalten. Deshalb haben wir die Chance genutzt, unsere Situation im Tor mit einem weiteren starken Spieler frühzeitig zu verstärken“, sagte Roosters-Manager Karsten Mende.

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