Eishockey: DEL 

Roosters mit Zuordnungsproblemen

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Rendevouz der besonderen Art: Nicht nur spielerisch lieferten sich die Iserlohn Roosters mit den Straubing Tigers in der Eissporthalle Seilersee einen Schlagabtausch.

Iserlohn - Ein Schlussdrittel darf man in der Deutschen Eishockey-Liga bei eigener Führung nicht durch dumme Patzer mit 0:3 abgeben.

So kassierten die Iserlohn Roosters beim 2:4 (0:0, 2:1, 0:3) gegen die Straubing Tigers die dritte Niederlage in Folge. Höhepunkte suchte man im Auftaktabschnitt vergeblich. Hätte Straubings Starverteidiger Fredrik Eriksson nicht nach 4.15 Minuten bei einem Konter den Schläger in Richtung des eigenen Tores geworfen und damit den Roosters einen Penalty beschert, es hätte keine einzige hundertprozentige Gelegenheit für die Sauerländer gegeben. 

Negativer Höhepunkt des Iserlohner Spiels, die einzige Überzahl in den ersten zwanzig Minuten, in der die Roosters ähnlich dem Köln-Spiel vom Freitag ohne erst zu nehmende Gelegenheit blieben. Straubing wirkte gänzlich ungefährlich, hatte Möglichkeiten, die Lange allerdings ohne Probleme entschärfte. Im Mittelabschnitt änderte sich an Iserlohns Stärke wenig. Die Blau-Weißen blieben das bessere Team, verpassten aber gerade in der Anfangsphase das Führungstor.

Drei XXL-Chancen binnen Sekunden, darunter Smothermans Lattenkracher, hätten für die Führung sorgen müssen. Glücklicherweise war der erste Treffer der Gastgeber nur aufgeschoben, denn Friedrich ließ seine Farben zum ersten Mal jubeln (26.). Weidner und Schmidt fanden Friedrich mit einem Pass vor Zatkoff, der keine Chance hatte. In den folgenden fünf Minuten vergaßen die Sauerländer ihre defensiv abwartende Spielweise. Risikopässe und waghalsiges Aufbauspiel insgesamt prägten das, was der IEC aufs Eis zu bringen versuchte. 

Das Resultat waren mehrere gute Gelegenheiten der Bayern und der 1:1-Ausgleich (30.). Dem ging ein Iserlohner Scheibenverlust voraus. Das Gegentor aber schien das Daum-Team wieder in die Spur zu bringen. Anschließend wieder fokussierter unterwegs, jubelte der Seilersee im Powerplay zum zweiten Mal. Turnbull hatte einen Yeo-Schuss unhaltbar abgefälscht – das 2:1. Wenig spektakulär ging es ins Schlussdrittel. 

Mit konzentrierter Defensivleistung versuchten die Sauerländer Zeit von der Uhr zu nehmen, riskierten Offensive immer nur dann, wenn es passte. Dass der Gast zum erneuten Ausgleich kam, war wieder einem Zuordnungsproblem geschuldet, das Heard allein die Großchance einräumte. Insgesamt vermeidbar. Ein Scheibenverlust in der eigenen Zone leitete auch die erste Führung der Gäste ein. Yeo nahm Lange die Sicht, als Williams schoss (54.). Danach riskierten die Sauerländer alles, kassierten aber einen 3:1-Konter, den Connolly zum 4:2 abschloss (57.). 

Roosters: Lange – Todd, Yeo; Schmidt, Ellerby; Fischer, Martinovic, Orendorz – Weidner, Smotherman, Camara; Matsumoto, Friedrich, Florek; Trupp, Turnbull, Bergmann; Clarke, Dmitriev, Shevyrin 

Tigers: Zatkoff – Daschner, Eriksson; Acolatse, Dotzler; Renner, Schopper; Gläßl – Mouillerat, Mulock, Loibl; Connolly, Williams, Wruck; Heard, Pfleger, Langanière; Brandl, Ziegler, Schönberger 

Schiedsrichter: Hoppe, Bjäklander (Int. Austauschprogramm/SWE) 

Tore: 1:0 (25:29) Friedrich (Weidner/Schmidt), 1:1 (30:12) Connolly (Laganière, Williams), 2:1 (34:52) Turnbull (Yeo/5:4), 2:2 (45:24) Heard (Ziegler), 2:3 (53:54) Williams (Wruck), 2:4 (56:42) Connolly 

Strafen: Roosters: 8 – Straubing: 10

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