Eishockey: Iserlohn Roosters

Ein spannender Sommer

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Sebastian Dahm war mit einem Heiratsantrag bei seiner langjährigen Freundin erfolgreich.

Iserlohn - Mit den großen Siegen sollte man nicht zu lange warten. Man muss sie feiern, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. Das dachte sich wohl auch Sebastian Dahm.

Der Torhüter der Iserlohn Roosters fragte seine langjährige Freundin und Mutter seines Sohnes, ob sie sich vorstellen könnte, seine Frau zu werden. Die Antwort lautete „Ja“ und wurde vor der Rückkehr an den Seilersee, wo am Mittwoch der offizielle Start in die Vorbereitung der Roosters wartet, auch per Instagram und Facebook bekannt gegeben. Jordan Smotherman, der Neuzugang im Sturm, ist da schon einen Schritt weiter. 

Er hat bereits im Sommer geheiratet und bringt seine frisch Angetraute auch mit an den Seilersee. Travis Turnbull ist Vater geworden, hat die Zeit mit der Familie auch zum Deutschlernen genutzt, um schnellstmöglich, nach absolviertem Einbürgerungstest, die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen, die Michael Clarke schon haben dürfte. Teile seiner Familie stammen doch aus der Republik. Ein spannender Sommer – für alle. Doch die ruhigste und schönste Zeit des Jahres geht zu Ende für die Sauerländer. 

Jetzt gilt es, sich auf den Job zu konzentrieren, Eishockey zu spielen. Am Seilersee ist man vorbereitet. Cheftrainer Rob Daum hat gemeinsam mit seinen Assistenten Jamie Bartman und Christian Hommel die Trainingspläne fertig, schon die ersten Eiszeiten im Detail geplant. Daum wird eine Mannschaft begrüßen, die mal wieder umfangreicher umgestellt worden ist als eigentlich geplant. Zehn „Neue“ treffen sich am Seilersee mit den Besten der vergangenen Saison. 

Fertig, so hoffen es die Fans, ist das neue Team der Roosters aber noch nicht. Mit Tom-Eric Bappert (19), Lean Bergmann (19), Julian Lautenschlager (22) und Torhüter Jonas Neffin gehören dem 24-köpfigen Kader vier junge Spieler an, die sich erst noch durchsetzen müssen. Bleiben also zwei Torhüter, sieben Verteidiger und elf Stürmer. Kein Kader, mit dem man in eine lange Eishockey-Saison gehen kann, wenn man das Ziel hat, in die Playoffs zu kommen. 

„Wir schauen uns die ersten Vorbereitungstage oder Wochen an und entscheiden dann, was passiert“, sagt Roosters-Manager Karsten Mende. Er hofft auf die Schnäppchen, die wahrscheinlich noch auf den Markt kommen oder bezahlbar werden. Kein schlechter Plan, wenn man auf die vergangenen Jahre schaut. Auch Spieler wie Conolly, Periard oder Larsson kamen, als die Vorbereitung schon lief. 

Viel wird gerade in der Verteidigung davon abhängen, welchen Eindruck auch Denis Shevyrin hinterlässt, der den Sprung als fester Bestandteil in den Kader machen muss. Gefühlt fehlt den Sauerländern noch ein Stürmer, der in der Lage ist, zehn bis 15 Tore in einer Saison zu schießen, sowie ein sehr defensiver Verteidiger mit Aufräumer-Qualitäten. 

Dann hätten die jungen Spieler Zeit, sich zu entwickeln und ohne Druck Eiszeiten am Seilersee und beim Kooperationspartner aus Essen zu bekommen. Da Rob Daum ungern mehr als fünf Testpartien bestreitet, werden Mende und er viele Entscheidungen aus Trainingssituationen heraus entscheiden müssen. Das ist nicht einfach. Aber jetzt gilt es erstmal wieder anzufangen. Ab morgen hat die Zeit ohne Eishockey ein Ende, mitten im Hochsommer.

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