Worten sollen jetzt Taten folgen

+
Das Wechselspiel zwischen den Pfosten geht weiter: Stand bei der der 1:7-Pleite in Nürnberg Sebastian Dahm im Tor, so wird am Freitag in Straubing Niko Hovinen sein Glück versuchen.

Iserlohn - Manchmal muss man auch einen Strich unter eine Diskussion machen. Die Zeit könnte jetzt gekommen sein. Seit Wochen diskutiert man bei den Iserlohn Roosters aus der  Deutschen Eishockey Liga (DEL) über Torhüter. Torhüterleistungen, Torhüterfehler, neue Torhüter, alte Torhüter, wann ein Torhüter geht, ob er bleibt – öffentlich und mit großer Sicherheit auch intern.

Es wird geredet über die wichtigste Position in einer Eishockeymannschaft, über die Roosters-Trainer Rob Daum sagt: „Der Torhüter macht 80 Prozent des Erfolgs und 100 Prozent des Misserfolgs aus.“ Es gibt aber auch nicht wenige, die sich gern mal wieder auf den Sport konzentrieren würden. Akteure, die Selbstvertrauen aufbauen müssen, um Topleistungen zu bringen. Jungs, die sagen, alle müssten sich im Spiegel anschauen können. Fakt ist, diese Roosters.Mannschaft, das weiß man auch in der Liga, ist besser als ihr Tabellenplatz. Alle müssen jetzt dafür sorgen, dass sie ihre Leistungsfähigkeit auch abrufen können, ohne störende Einflüsse.

Fakten schaffen ist Voraussetzung. Das hat Rob Daum getan: Niko Hovinen wird am Freitagabend in Straubing (19.30 Uhr, Eissporthalle am Pulverturm) auf dem Eis stehen. „Er hat seine Trainingsleistungen gerade in der letzten Woche noch einmal bestätigt, ist gut vorbereitet“, betont der Cheftrainer. Hovinens Back-Up ist Sebastian Dahm. Pausieren werden Jordan Smotherman und Mathias Lange. Auch Marko Friedrich wird in Niederbayern fehlen, ist von der DEL aufgrund des Checks im letzten Match in Nürnberg für eine Partie suspendiert worden. Julian Lautenschlager reist mit in den Süden, soll Eiszeit bekommen.

Fakt ist, das betonen Mannschaft, Trainer und Umfeld unabhängig voneinander: Die Stimmung in der Kabine war in dieser Woche so gut wie schon länger nicht mehr. „Ich spüre, dass die Jungs sich einen Neustart ermöglichen möchten, daran haben wir auch als Trainer so gut mitgewirkt wie möglich“, so Daum. Er und seine Coaches haben sich den Problemen gewidmet, die das Roostersspiel hatte, zum Beispiel den Strafen. Die sind zwar in den letzten Wochen rückläufig, dennoch haben die Trainer immer, wenn ihnen Strafen im Training auffielen, die Übung abgepfiffen und mit den betroffenen Spielern über ihre Aktion und Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen. Auch über eine Verbesserung der generellen defensiven Zusammenarbeit zwischen Sturm und Verteidigung wurde gesprochen.

In Straubing, bärenstark gestartet, zuletzt aber im Abwärtstrend, müssen die Sauerländer alles geben, um schon kämpferisch nicht ins Hintertreffen zu geraten. Am Sonntag ab 19 Uhr sind dann die Grizzlys aus Wolfsburg zu Gast am Seilersee. Diese Mannschaft, die vor der Pause mit dem Schweizer Hans Kossmann einen neuen Trainer verpflichtet hat, kam bislang nicht in Fahrt. Bleibt es so, könnte es für die Roosters ein Wochenende werden, an dem man Selbstvertrauen sammeln kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare