Eishockey, Playoff-Viertelfinale

Traum vom Halbfinale geplatzt: Roosters verlieren entscheidendes drittes Spiel in Berlin

eishockey_roosters_torwart
+
Andy Jenike und die Roosters unterlagen am Samstag in Berlin. Die Saison ist für die Sauerländer damit beendet.

Die Sensation ist ausgeblieben, der Traum vom ersten Halbfinal-Einzug der Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga am frühen Samstagabend geplatzt: Trotz großen Kampfes, intakter Moral, unbändiger Leidenschaft und einer 2:0-Führung nach dem ersten Drittel unterlagen die Sauerländer im dritten und alles entscheidenden Spiel der Playoff-Viertelfinalserie bei den Eisbären Berlin mit 3:5.

Ohne ihren Kapitän Torsten Ankert, aber dafür mit den wiedergenesenen Steve Whitney und Taro Jentzsch traten die Sauerländer zu diesem entscheidenden Match an, um Klubgeschichte zu schreiben. Der Beginn verlief gleich recht vielversprechend. Jentzsch im Zusammenspiel mit Jake Weidner sorgten gleich mal für Gefahr vor dem Tor von Mathias Niederberger (2.). Und der Berliner Goalie staunte nicht schlecht, als kurz darauf plötzlich Marko Friedrich alleine auf ihn zusteuerte und eiskalt die Iserlohner Führung markierte (3.).

Roosters führen nach 20 Minuten mit 2:0

Berlin war nun wach und ebenfalls bemüht, die passende Antwort zu geben. Die größte Chance in dieser Drangphase besaß Fiore, der frei aus vier Metern an Jenike scheiterte (5.). Aber auch die Roosters zeigten Biss und Leidenschaft und hatten im ersten Drittel einen überragenden Marko Friedrich. Im Nachsetzen stocherte der Stürmer den Puck aus spitzem Winkel ins Tor zum 0:2 (9.). Die Hausherren hatten zwar mehr Möglichkeiten, die Gäste aber die hochkarätigeren. Mit etwas Glück hätte Brent Aubin fast auf 0:3 stellen können (14.), doch auf der Gegenseite hatten die Sauerländer dann wiederum Glück, dass Hördler an den Schonern von Andy Jenike scheiterte (16.).

Eisbären drehen im Mittelabschnitt auf und das Spiel

Im zweiten Durchgang verloren die Roosters dann schnell ihre Linie. Gleich den ersten Konter nutzten die Gastgeber zum schnellen Anschluss. Matt White schnappte sich den Puck im eigenen Drittel und vollendete eiskalt zum 1:2 (21.). Immer wieder unterliefen den Iserlohnern jetzt Scheibenverluste im eigenen Drittel, so dass der Druck der Berliner immer größer wurde. Dadurch wurden auch die Wechsel der Gäste immer länger und es häuften sich die Strafen. Die Eisbären nutzten jetzt auch effektiver ihre Möglichkeiten. Wieder White schaltete am schnellsten, als der Puck von der Bande vor das Tor sprang und er zum 2:2-Ausgleich einnetzte (30.).

Die Roosters waren jetzt beeindruckt und dem Druck der Hauptstädter nicht gewachsen. Erst drückte Foucault kurz nach dem Ausgleich die Scheibe aus kurzer Distanz zum 3:2 (32.) über die Linie, ehe erneut der Stürmer bei einem Konter zuschlug und auf 4:2 erhöhte (33.). Die Eisbären hatten das Spiel gedreht, doch kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts kamen die Sauerländer zurück. Bailey nutzte sechs Sekunden vor der Sirene die erste Überzahl mit einer schönen Direktabnahme zum 4:3 (40.).

Die Sensation war in den letzten 20 Minuten also immer noch möglich. Die Roosters ackerten und rackerten, ließen nichts unversucht und kamen vereinzelt auch zu ihren Möglichkeiten, das Tor aber fiel auf der Gegenseite.  Ryan McKiernan traf zum 5:3 für die Eisbären (52.), die zuvor schon einige Schüsse auf den Iserlohner Kasten abgegeben hatten. Als dann in der Schlussphase gleich zwei Berliner auf die Strafbank mussten, besaßen die Roosters die große Chance auf den Anschlusstreffer. Doch dieser gelang ihnen nicht. Die Hauptstädter brachten das 5:3 über die Zeit und zogen damit ins Halbfinale ein, für die Roosters, die sich überaus teuer verkauften, ist die Saison hingegen beendet. Sie konnten nach einer starken, einer tollen Saison das Eis hocherhobenen Hauptes verlassen, auch wenn direkt nach der Schlusssirene die Enttäuschung groß war.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare