Iserlohn Roosters zerspalten die Lager ihrer Anhänger

Verteidigte stark, aber kassierte im Mitteldrittel zwei plus zehn Strafminuten: Colton Teubert (Mitte). -  Foto: Jentzsch

ISERLOHN -  Mit einer unglücklichen 4:5 (1:1, 1:1, 2:3)-Niederlage gegen den EHC München haben die Eishockeycracks der Iserlohn Roosters das Heimspielwochenende mit der dritten Niederlage in Folge eröffnet. Nun kreuzen sie am Sonntag (16.30 Uhr, Eishalle Seilersee) noch mit dem Spitzenteam aus Nürnberg die Klingen.

Geteilter hätte die Fanmeinung nach dieser Partie gar nicht sein können. Die einen applaudierten und feierten ihr Team, die anderen forderten den Rauswurf von Trainer Doug Mason. Fakt ist: Souverän war keine der beiden Mannschaften.

Zufrieden, das sah man an den Gesichtern der Sauerländer, war niemand nach Drittel eins. Zwar stand es nach zwanzig Minuten unentschieden 1:1, dennoch fanden die Gastgeber gegen München schleppend ins Match, weil Selbstbewusstsein nach den letzten Schlappen fehlte.

Als die Münchener mit ihrem ersten gefährlichen Angriff durch Ritter auch noch zur Führung trafen, waren Iserlohns Sorgen unübersehbar. Trotz frühen Rückstandes stabilisierten sich die Sauerländer aber und hatten mit dem unaufgeregten Lange einen sicheren Rückhalt. Den Ausgleichstreffer verbuchte Mannschaftskapitän Michael Wolf 98 Sekunden vor der Pausensirene.

Wie wertvoll ein gesunder Dusan Frosch für die Iserlohner sein kann, zeigte sich im Mitteldrittel. Nur knapp fünf Minuten waren absolviert, als Giuliano die Scheibe im Drittel der Bayern eroberte, Frosch bediente, der Reimer überraschte – 2:1. Im weiteren Verlauf sollten sich die Sauerländer diese Führung auch verdienen, um 77 Sekunden vor Drittelende doch den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Barta traf per Schlagschuss aus der Halbdistanz.

Eine verlorene Scheibe im eigenen Drittel begünstigten im letzten Abschnitt Münchens frühe Führung nach 161 Sekunden durch Daniel Sparre. Ein vermeidbarer Rückschlag, der sich allerdings ausbügeln lassen sollte – im ersten Powerplay der Partie. Meirandres musste wegen Haltens auf die Strafbank, Frosch verzögerte schön und ließ Reimer mit seinem zweiten Treffer des Abends keine Chance (48.). Es sollte Treffer eins eines schönen Doppelschlags werden, den Mike York knapp vier Minuten später vollendete. Wer allerdings hoffte, dass die Roosters jetzt endlich auf der Siegerstraße wären, sah sich getäuscht. München drehte die Partie erneut durch Treffer von Merl und Barta (53./54.).   Mirco Heintz

Roosters: Lange – Brennan, Kopitz, Gödtel, Jares; Teubert, Raymond; Orendorz – Sertich, Wolf, Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch, Giuliano; Fischhaber, Hommel, Kahle

EHC: Reimer – Smaby, Wozniewski; Brückner, Lewis; Petermann, Richmond; Meirandres – Duncan, DiSalvatore, Sparre; Barta, Urbas, Bois, Maurer, Seidenberg, Holzmann; Ritter, Merl, Herpich

Schiedsrichter: Haupt (Kempten), Piechaczek (Finning)

Tore: 0:1 (04:10) Ritter (Richmond, Urbas), 1:1 (18:22) Wolf (Mulock), 2:1 (24:22) Frosch (Giuliano), 2:2 (38:43) Barta (Ritter, Urbas), 2:3 (42:41) Sparre (Wozniewski, Duncan), 3:3 (47:38) Frosch (Raymond, Giuliano/5:4), 4:3 (51:07) York (Raedeke, Macek), 4:4 (52:16) Merl (Maurer), 4:5 (53:45) Barta (Urbas)

Strafen: Roosters: 6 + 10 (Teubert); EHC: 4 + 10 (Bois)

Zuschauer: 2999

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