Eishockey

Roosters starten am 2. August

Jonas Neffin
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Mit Keeper Jonas Neffin haben die Roosters verlängert, er wird in der DEL2 bei Kooperationspartner Kassel Huskies Spielpraxis sammeln.

Spätestens als Brent Aubin freudestrahlend zum leichten Training aufs Eis lief, alle an der Bande Stehenden begrüßte, war klar: Die Eishockeysaison am Seilersee hat begonnen. Seit Donnerstag stehen die Roosters auf dem Eis, noch nicht ganz offiziell, aber wie immer geht es in den Tagen vor dem regulären Start, der in diesem Jahr auf den 2. August festgelegt worden ist, ums Eingewöhnen. Schlittschuhe, Handschuhe, Helm, für alles versuchen die Jungs ein Gefühl zu bekommen. Anschließend machen die Betreuer das Feintuning, kleben hier mal was ab, ziehen da noch eine Schraube an. So ist das immer, Jahr für Jahr, nur in diesem Sommer wirkt es wie ein Deja-Vu, liegt der Abschied doch gefühlt erst ein paar Tage zurück.

Iserlohn - Rechtzeitig zum Start verkündeten die Sauerländer erstmals seit Jahren auch wieder einen neuen Kooperationspartner für die DEL2. Mit den Kassel Huskies hat man nach den Steelers aus Bietigheim vor allem auch eine deutlich schneller erreichbare Filiale gefunden, mit der man junge Talente austauschen kann. „Ich habe mit dem Sportlichen Leiter Manuel Klinge selbst gespielt, kenne Joe Gibbs seit vielen Jahren und wir haben uns von Anfang an gut verstanden“, sagt Manager Christian Hommel. Beide Seiten haben hervorragende Talente, die es auszutauschen lohnen kann, nichts aber ist ein Muss.

Verlängerung mit Keeper Jonas Neffin

Mit einer Ausnahme: Jonas Neffin, talentierter Nachwuchstorhüter der Sauerländer, wird nach zwei Oberliga-Jahren in der DEL2 zu Einsatz kommen. Gleichzeitig verlängerte Neffin seinen Vertrag bis 2024. „ Jonas hat sich Jahr für Jahr weiterentwickelt, all die Schritte geschafft, die wir uns von ihm erhofft haben. Jetzt bekommt er in Kassel die Chance“, so Hommel weiter. 2024 läuft am Seilersee der Vertrag von Andy Jenike aus. Macht Neffin weiter so, könnte er ihn beerben. Wieder mal ist ein klarer Plan der Sauerländer nachvollziehbar.

Vor allem auch der Spieler selbst ist mit den Planungen seines Heimatclubs mehr als einverstanden. „Ich konnte mich sportlich und menschlich weiterentwickeln, habe immer die Unterstützung von Christian bekommen und weiß, dass ich jetzt in einer guten Organisation eine neue Heimat finden werde, die auch gute sportliche Ambitionen haben wird“, unterstreicht Neffin, der sicherlich insgeheim hofft, auch in dieser Vorbereitung wieder ein Spiel für seine Roosters absolvieren zu können.

Jetzt können wir nur hoffen, dass möglichst viele Zuschauer das, was wir auf dem Eis zeigen, auch live erleben können, heißt, dass wir Fans ins der Halle haben.

Christian Hommel (Sportlicher Leiter der Iserlohn Roosters)

Abseits des Eises sind die Vorbereitungen ebenso getroffen. Das neue Hygiene-Konzept für die Kabine ist gemacht, die Impfsituation ist positiv. „Natürlich haben wir einige Spieler dabei, die sehr auf ihre Gesundheit achten und mit denen wir noch intensiv über eine Impfung reden werden, der Großteil der Jungs aber hat die Grundvoraussetzungen geschaffen, damit wir einen vielleicht etwas entspannteren Blick auf die Saison werfen können“, unterstreicht der Sportliche Leiter. Das bedeutet, schon jetzt sind viele Jungs geimpft, die kein Risiko eingehen wollen. „Jetzt können wir nur hoffen, dass möglichst viele Zuschauer das, was wir auf dem Eis zeigen, auch live erleben können, heißt, dass wir Fans ins der Halle haben“, hofft Hommel. Da ist er sich mit den Jungs in der Kabine einig. „Wir hoffen auf Fans am Seilersee“, ist auch der erste Satz, den Mannschaftskapitän Torsten Ankert sagt. Blickt man auf ihn selbst, kann man froh sein, dass er schon wieder aufrecht steht. Nach den harten Playoff-Tagen und mehren schweren Verletzungen ist Ankert wieder fit. „Es fehlen noch ein paar Tests, aber es sieht alles gut aus.“ Genauso gut, wie der Blick auf die Mannschaft „Auf dem Papier haben wir eine echt interessante Truppe zusammen, jetzt kommt es auch darauf an, dass wir uns wieder zu einer echten Mannschaft entwickeln.“

Dass das gelingen kann, darauf hoffen alle. Angekommen sind sie jedenfalls alle. Zuletzt am Freitagmorgen auch die Mittelstürmer Adam und Cornel. Jetzt kann die Vorbereitung beginnen und die Hoffnung, dass auch der Strahlemann am Ende dabei ist: Brent Aubin. Der muss seinen Deutschtest wiederholen, wird nicht noch mal als Ausländer am Seilersee spielen können. „Unterhält man sich mit ihm, spricht er hervorragend deutsch, vielleicht hat er ein bisschen Prüfungsangst. Das würde erklären, warum es noch nicht geklappt hat“, sagt Hommel. Gelingt es nicht, haben die Roosters ein Problem, denn Proske (wechselt in die kanadische Juniorenliga) und Aubin zu ersetzen, wird unmöglich sein. Und wer will schon auf dieses Grinsen verzichten...

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