Sieg im Westderby

Derbyparty in ausverkaufter Eishalle am Seilersee

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Keeper Lange hielt gegen die Kölner Haie, was zu halten war.

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters bleiben in den Westderbys der Saison ungeschlagen. Nach einer hervorragenden Leistung sicherte sich das Team am ausverkauften Seilersee einen verdienten 4:1-Erfolg gegen die Kölner Haie, die in dieser Saison schon zum zweiten Mal gegen die Sauerländer den Kürzeren zogen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherten sich die Blau-Weißen den dritten Sieg in Serie.

Von Mirko Heintz

Erwartet eng, erwartet spannend, erwartet schnell. Drittel eins im Westderby war hochklassig und unglaublich hart umkämpft. Beide Teams egalisierten sich in der Defensive nahezu komplett, hochkarätige Chancen hatten trotz des intensiven Matches auf beiden Seiten seltenheitswert. Auch Fehler gab es kaum. Würde man den Sauerländern einen Vorwurf machen wollen, dann den, dass das Pasanen-Team zu selten auf den gegnerischen Kasten von Danny aus den Birken geschossen hat, auch etwas platzierter hätten die Schüsse sein können. Trotzdem erarbeiteten sich die Iserlohner Gelegenheiten, die beiden besten durch Connolly aus dem Gewusel (14.) und York im Nachsetzen mit Dupont im einzigen Powerplay des Spiels (17.). Zwischendrin hatte Johnson für die Haie den Außenposten getroffen, ansonsten war Mathias Lange jederzeit her der Lage und hielt seinen Kasten ohne Probleme sauber. So schön können Westderbys beginnen.

Auch mit dem Start des Mitteldrittels konnten die Fans beider Lager zufrieden sein, denn am Charakter der Partie änderte sich auch jetzt nichts. Verbissen wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Dass beide Teams aber nicht nur arbeiten, sondern auch Tore schießen können, bewiesen sie binnen 48 Sekunden. Erst gingen die Roosters, nach gerade abgelaufener Haie-Strafe gegen Falk,  1:0 durch einen Raedeke-Schuss in Führung (26.), zwei Angriffe später glichen die Haie aus (27.). Ein Wechselfehler der Blau-Weißen brachte Johnson per Alleingang vor das Roosters-Tor und die Scheibe mittenrein – Lange hatte keine Chance. Anschließend überstanden auch die Sauerländer ihre erste Unterzahl des Abends ohne Probleme, bevor die Partie wieder ausgeglichen weiterging – allerdings einmal mehr ohne die ganz großen Torszenen. Dank zweier Kölner Undiszipliniertheiten inklusive Strafbank bekamen die Roosters noch einmal die Chance in Überzahl und nutzten die 5:3-Chance durch Maceks verdeckten Schuss zum 2:1. Ein Tor zum psychologisch besten Zeitpunkt.

Dupont und Bassen machen alles klar

So starteten die Sauerländer mit viel Ruhe in die letzten 20 Minuten. Überlegt, nicht zu viel riskierend, fast abwartend, vergingen die ersten fünf Minuten, bis Cheftrainer Pasanen überraschend zur Auszeit bat. Rechtzeitig erkannte er, dass seine Jungs einen Hauch zu wenig taten, Köln ein wenig zu viel Platz vor dem Tor von Mathias Lange gaben. Anschließend hatten die Sauerländer die Partie defensiv wieder besser im Griff bis die Haie sieben, acht Minuten vor Schluss noch einmal den Druck erhöhten. Das aber brachte wenig offensiven Ertrag und defensive Lässigkeit. Die nutze Dupont mit seinem Zuspiel auf York knapp fünf Minuten vor dem Ende zum 3:1. Köln nahm in den letzten zwei Minuten Torhüter aus den Birken vom Eis, statt des Anschlusstreffers aber verbuchten die Gastgeber das 4:1 durch Chad Bassen. Damit war der Sieg perfekt. Der ideale Start in einen wunderbaren Halloweenabend...

Roosters: Lange – Giuliano, Liwing; Button, Lavallée; Orendorz, Teubert; Sullivan – York, Dupont, Petersen; Raedeke, Friedrich, Macek; Foster, Wruck, Whitmore; Bassen, Connolly, Blank

Haie:  Aus den Birken – Tjernqvist, Moritz Müller; Sulzer, Krupp; Lüdemann, Ankert; Zerressen – Falk, Gogulla, Marcel Müller; Johnson, Minard, Iggulden; Stephens, Weiß, Tripp; Latta, Ohmann, Sauvé

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Brill (Zweibrücken)

Tore:  1:0 (25:42) Raedeke (Sullivan), 1:1 (26:30) Iggulden (Weiß, Johnson), 2:1 (39:57) Macek (Liwing/5:4), 3:1 (55:12) York (Dupont), 4:1 (59:31) Bassen (Whitmore /Empty Net)

Strafminuten:  Roosters 2; Haie 10 + 10 (Latta)

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

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