DEL-Playoff

Roosters siegen 3:0 - der Seilersee bebt

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Riesenjubel am Seilersee: Mit 3:0 bezwangen die Iserlohn Roosters die Hamburg Freezers - der Serienausgleich

ISERLOHN - Daheim weht ein anderer Wind. Liegen die Roosters auswärts schnell in den bisherigen Playoff-Matches hinten, genießt man daheim stets eine rasche Führung. Nur 191 Sekunden dauerte es diesmal gegen die Freezers bis der Seilersee im kollektiven Jubelrausch versank, der sich nach 60 Minuten noch einmal steigerte. 3:0-Sieg der Roosters, Ausgleich in der Serie!

Von Mirko Heintz

Giuliano hatte dank seiner Körperkraft die Position im Powerplay am rechten Pfosten vor dem Freezers-Tor verteidigt, bekam die Scheibe flach von Foster und mogelte sie durch die Lücke zwischen Pfosten und Sébastien Caron vorbei ins Tor. Ein Treffer, der den Roosters Sicherheit gegen den Vorrundenersten gab. So überstanden die Gastgeber auch eine erste Unterzahl ohne Probleme und spielten weiter aus einer gut gestaffelten Defensive.

Und es kam noch besser. Zwei Minuten vor Drittelende erarbeitete sich das Pasanen-Team die Scheibe vor dem eigenen Tor, fuhr einen schnellen Angriff, den Gödtel mit einem starken Schlagschuss abzuschließen versuchte. Caron schaffte es nicht, den Puck festzuhalten, lag plötzlich auf dem Hosenboden, und Hommel nutzte die Gunst des Augenblicks, den Rebound zum 2:0 zu versenken (19.).

Hamburg hart und ungestüm

Wie würde der Gast reagieren? – Hart und ungestüm. Weil es spielerisch nicht mit starken Kombinationen passte, man mit zahlreichen Schüssen in Lange seinen Meister fand, verloren die Hanseaten, insbesondere David Wolf, der in beiden Vorrundenspielen eine Spieldauer kassierte, die Ruhe. Allerdings wussten die Roosters aus den sich bietenden Überzahlgelegenheiten kein Kapital zu schlagen. Anschließend blieben auch bei den Sauerländern eindeutige Torgelegenheiten Mangelware. Und auch die Freezers brachten den Iserlohner Anhang nur einmal zum Bibbern, als in Überzahl Roy Lange prüfte und fast den Anschlusstreffer verbucht hätte.

Wirklich sorgenvolle Mienen gab es auf der Bank der Roosters allerdings nur in den beiden Schlussminuten. Da wirkte das Team ein wenig von der Rolle, riskierte zu viel, hätte mit den Verteidigern defensiver arbeiten müssen. Hamburg nutzte diese Phase glücklicherweise aber nicht zum Torerfolg, der IEC rettete sich in die Drittelpause.

2. Playoff-Spiel: Iserlohn Roosters - Hamburg Freezers

Dort leisteten Pasanen und Bartman hervorragende Arbeit, brachten ihre Jungs auf Kurs. Von Beginn an stand das Team sicherer, musste sich aber den Vorwurf gefallen lassen, wieder zwei Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen zu lassen. Hamburgs erwartete Angriffswelle im Spiel „Fünf-gegen-Fünf“ allerdings blieb ebenfalls aus, so dass die Uhr ohne große Chancen auf einer der beiden Seiten heruntertickte. Einmal aber sollte es noch passen, als Mulock 3:07 Minuten vor dem Ende einen „Zauberpass“ auf Macek spielte, der einmal mehr einen Alleingang verwandelte und sein fünftes Playoff-Tor schoss. Es war der Moment als der Seilersee zu beben begann...

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