Roosters: Vor der Pause wieder fokussieren

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Nach wie vor in der Kritik von Roosters-Chefcoach Rob Daum: Die Torhüter Sebastian Dahm (Bild) und Mathias Lange, die durch Nico Hovinen noch einen Konkurrenten verpasst bekamen. Die Defensivmisere beginnt aber schon auf dem Feld.

Iserlohn -  Knapp 560 Schüsse haben die Torhüter der Iserlohn Roosters bislang in dieser Saison aufs eigene Tor bekommen. Beim nächsten Gegner, den Adlern aus Mannheim, am Freitagabend (19.30 Uhr, Seilerseehalle) zu Gast in der Waldstadt, sind es mehr als 200 weniger.

Ist das der Unterschied zwischen Tabellenplatz eins und Platz zehn in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)? Der statistische Wert könnte in der Tat Aufschlüsse geben. An den bisherigen 15 Spieltagen der neuen Saison kassierten die Roosters im Schnitt 37 Schüsse pro Spiel, Mannheim 23.

Nun ist der Vergleich zwischen den Adlern und den Roosters schon aus monetären Gründen wenig statthaft, dennoch führt es vor Augen, warum die Goalies der Sauerländer bislang so unter Druck stehen. Sie haben deutlich mehr zu tun als die Konkurrenz – und nicht unbedingt die schlechteren Fangquoten. Auch hier lohnt ein Vergleich: Dahm (90,44%) und Lange (89,06%), liegen fast gleichauf mit den Keepern der Adler Endras (90,66%) und Pickard (89,78%). Den eigentlichen Unterschied macht aber der Gegentorschnitt aus. Der liegt bei Dahm um 2,03 Tore und bei Lange um 1,63 Tore im Schnitt zu Dennis Endras höher. Grund sind die Schüsse.

So liegt die Frage nahe, wie viel Anteil an der hohen Gegentoranzahl (60) der Roosters wirklich die Torhüter haben und welche Rolle eine schlechte Defensivleistung der gesamten Mannschaft spielt? Manager Karsten Mende: „Natürlich ist es eine Frage, die das gesamte Team betrifft. Allerdings haben wir die sehr hohe Zahl der Schüsse auch unseren vielen Strafminuten zu verdanken, die wir kassiert haben. Betrachtet man das in Relation, verändert sich der Wert. Damit beschäftigen wir uns sehr intensiv. Dennoch gilt natürlich, dass die gesamte Truppe besser defensiv arbeiten muss.“

Cheftrainer Rob Daum kritisiert auch nach dem Match gegen München eher seine Goalies und weniger die Defensivleistung. Dabei fielen drei der ersten vier Treffer im Auftaktabschnitt aufgrund individueller Fehler der Feldspieler. „Es bleibt allerdings auch die Frage, warum alle Pucks ins Tor gehen, nicht einer gestoppt wird“, so Daum. Die Lösung ist kompliziert, doch bleibt’s dabei, dass deutlich weniger kritische Momente entstehen, wenn die Mannschaft regelrecht fokussiert und konzentriert bis in die Haarspitzen ist.

Gegen Düsseldorf beispielsweise wollte die Mannschaft um jeden Preis endlich wieder einen Sieg feiern und hat es mit besonderem Engagement geschafft. Wie aber schafft man es, diese Fokussierung regelmäßig zu schaffen. Daum sagt, dass dies Aufgabe der Spieler ist. „Ich kann nicht in ihre Köpfe eingreifen. Die mentale Vorbereitung, die Konzentration ist Sache der Spieler selbst. Sie selbst müssen für den Fokus sorgen.“

Vielleicht gelingt es der Mannschaft am letzten Wochenende vor der Deutschlandcup-Pause Ausrufezeichen zu setzen. In welcher Aufstellung sie das tun wird, lässt Daum noch offen.

Fakt ist, dass nach dem Auswärtsmatch – zuletzt eigentlich nur gefürchtet – am Sonntag in Nürnberg erst mal eine 15-tägige Pause beginnt, in der sich die Mannschaft nochmals intensiv auf die zweite Saisonphase vorbereiten kann.

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