Roosters-Freude auf Topspiel und Dany Heatley

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Wird am Wochenende im Sturm den verletzten Dylan Wruck ersetzen: Marcel Kahle (links).

Iserlohn -   Vorfreude. Die ist vielen Fans der Iserlohn Roosters vor den Heimspielen ihres Clubs gegeben, erst recht, wenn der Club als aktueller Tabellendritter weiterhin so erfolgreich spielt. Echte Eishockeyfans werden am Freitag ab 19.30 Uhr aber auch des Gegners wegen zum Seilersee pilgern. Denn die Nürnberg Ice Tigers sind nicht nur Tabellenführer, sondern bringen auch noch einen ehemaligen NHL-Topstar mit ins Sauerland: Dany Heatley.

Der in Freiburg geborene Deutsch-Kanadier heuerte nach Saisonbeginn in Nürnberg an, bestritt bislang fünf Partien und verbuchte drei Treffer. Er ist in jedem Stadion der Liga einen Moment der besonderen Aufmerksamkeit wert, denn wie viele Spieler in Deutschlands Eliteliga können schon auf über 900 NHL-Spiele und knapp 400 Tore in der besten Liga der Welt zurückblicken? „Ich habe immer besonderen Respekt für Spieler, die auf eine solch besondere Karriere zurückblicken können, aber ich habe auch Respekt vor der gesamten Mannschaft der Ice Tigers, ihrem bisher Erreichten und ihrer mannschaftlichen Stärke“, sagt Roosters-Cheftrainer Jari Pasanen.

Die Roosters selbst haben sich nach zwei freien Tagen erst ab Mittwoch auf die Partie vorbereitet, am Dienstag nur optional Training angeboten, was erneut viele Spieler genutzt haben. Nicht mit dabei war Dylan Wruck. Der Stürmer ist derzeit zu weiteren Untersuchungen nach Heidelberg und Pforzheim gereist, hat sich dort bereits von Spezialisten unter die Lupe nehmen lassen. „Wir müssen von einer Genesungszeit von vier Monaten ausgehen – wenn die OP gelingt“, so Pasanen. Trotzdem laufe die Suche nach einem Neuzugang auf Hochtouren. „Wir können davon ausgehen, dass es sich um einen ausländischen Stürmer handeln wird, einige interessante Namen sind im Gespräch“, so der Finne weiter.

Chet Pickard steht im Tor

Die Mannschaft selbst leidet mit Wruck persönlich, muss das Geschehene aber als gegeben hinnehmen. „Wir wünschen ihm eine ganz schnelle Genesung“, so Torhüter Mathias Lange. Auch er hatte sich am Sonntag in Wolfsburg eine Verletzung zugezogen, mittlerweile aber fühlt sich der österreichische Nationalkeeper schon wieder vollkommen in Ordnung und steht seinem Team genauso zur Verfügung wie der ebenfalls kurzfistig angeschlagene Nick Petersen. Im Tor wird dennoch Chet Pickard stehen, für den Sonntag ist noch nichts entschieden. Im Sturm ersetzt Marcel Kahle Dylan Wruck. Weitere Umstellungen sind nicht geplant.

Am Sonntag geht's nach Krefeld

Am Sonntag reisen die Sauerländer zu den etwas enttäuschend gestarteten Krefeld Pinguinen (16.30 Uhr), die noch nicht richtig in Tritt zu kommen scheinen. „Sie haben aber Mannheim geschlagen, sind immer unberechenbar. Niemand von uns wird sie unterschätzen“, warnt Pasanen.

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