Eishockey, DEL

Arbeitsaufträge für die kurze Pause

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Die Roosters empfangen am Dienstagabend Wolfsburg.

Iserlohn - „Ich finde, wir waren die bessere Mannschaft, hätten die Partie eigentlich für uns entscheiden müssen“, sagte Christopher Fischer nach der 1:2-Niederlage der Iserlohn Roosters am Sonntagnachmittag bei den Schwenninger Wild Wings.

Zumindest 40 Minuten gilt diese Tatsache, einzig im letzten Drittel hatten die Gastgeber, erst vom Ausgleich geweckt, mehr Anteile in einer Partie, die die Roosters über weite Strecken kontrolliert hatten. „Für mich war dann klar, dass derjenige, der das nächste Tor schießt, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit als Sieger vom Eis gehen würde“, betont Cheftrainer Rob Daum. Es kam so, möglicherweise allerdings mal wieder mit Unterstützung der Unparteiischen und einer Fehlentscheidung. 

Fernsehbilder scheinen zu belegen, dass die Roosters durch Jason Jaspers kurz vor Ende der Partie vielleicht doch den späten Ausgleich erzielt haben. Aus der Übertorperspektive scheint die Scheibe erst von Jaspers’ Schläger, dann noch einmal von seinem Schlittschuh, was unkorrekt gewesen wäre, über die Linie gebracht worden ist. Anschließend hätten, so wird überliefert, die Unparteiischen den geforderten Videobeweis abgelehnt. Bekanntermaßen aber ist eine Tatsachenentscheidung unveränderlich. Deshalb steht Daum auch nicht der Sinn nach einer Diskussion. 

Ihn beschäftigt viel mehr die Tatsache, dass sein Team mit 36 Treffern die zweitwenigsten in der Liga erzielt und mit 51 Gegentoren, neben Krefeld, die meisten kassiert hat. „Das ist eine Tatsache über die wir uns in der Tat Gedanken machen, eine Situation, die sich dringend verändern muss“, sagt Daum. Was kann er allerdings schon tun in dieser hektischen Phase vor der Nationalmannschaftspause. Obwohl am Dienstagabend das nächste Match gegen die Grizzlys Wolfsburg (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) auf dem Programm steht, hat er mit seiner Mannschaft am Montagmittag eine Stunde trainiert. 

Trotzdem bleibt es dabei, er kann nur Kleinigkeiten in den Köpfen der Spieler hinterlassen. In Zeiten von so wenig Training kann zu viel Input mehr schaden als nutzen, auch deshalb, weil Automatismen ohnehin nicht entstehen können. „Wir werden das in der Nationalmannschaftspause angehen, dann hart arbeiten und viel versuchen“, plant Daum. Zum Spiel gegen die Grizzlys gebe es denn auch nicht viel zu sagen. „Eine Mannschaft, die mit viel Tempo und viel Energie aus einer guten Verteidigung heraus arbeitet.“ So beschreibt Daum den Gegner. Nach einem durchwachsenen Saisonstart kommen die Niedersachsen denn auch immer besser in die Saison, auch, wenn man sicherlich hinter den Erwartungen noch zurückbleibt. 

Definitiv fehlen werden bei den Roosters gegen Wolfsburg Boris Blank und Dieter Orendorz. Und natürlich noch zwei Spieler: Chad Costello machte gestern seine ersten Schritte auf dem Eis, Sebastian Dahm versuchte das schon am Sonntag. Bei beiden gibt es keinen genauen Zeitplan – nach der Pause aber sollten sie definitiv zurücksein.

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