Jetzt steht intensive Regeneration an

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Bis Mittwoch will Trainer Jari Pasanen niemanden in der Kabine sehen – die Iserlohn Roosters haben sich eine Pause zum Regenerieren verdient.

Iserlohn - Ganz am Ende konnte Jari Pasanen doch noch lachen. Nach drei englischen Weihnachts- und Neujahrwochen verabschiedeten sich die Roosters mit einem Sieg in eine zweitägige Mini-Pause, die dazu beitragen soll, möglichst intensiv zu regenerieren.

Von Mirko Heintz

„Ich habe den Jungs gesagt, dass ich bis Mittwoch niemanden in der Kabine sehen will“, grinst der finnische Cheftrainer. Er ist versöhnt und die gute Ausgangsposition ist trotz der Niederlage vom Freitag gegen Straubing nicht verspielt: „Die Jungs haben sich so sehr über sich selbst geärgert, dass sie sich die verlorenen Punkte in Wolfsburg unbedingt zurückholen wollten.“

Das ist ihnen auch ohne vier wichtige Stammspieler überraschend gut gelungen. Nachdem gegen die Niederbayern einmal mehr das erste Drittel komplett verschlafen worden war, wirkte die Mannschaft beim Eishockey-DEL-Spiel in Wolfsburg hellwach.

„Es war ein wirklich wichtiger Erfolg für uns, den wir uns aufgrund der harten Arbeit verdient haben“, unterstrich auch Brent Raedeke, Schütze des 3:2-Siegtores in der Verlängerung. Für ihn war es ein besonderer Treffer, erzielt unter den Augen seines Vaters, der gestern nach drei Wochen am Seilersee die Heimreise nach Kanada angetreten hat.

Ebenfalls im Mittelpunkt stand Goalie Daniar Dshunussow. Ihm teilte Pasanen nach dem Training am Samstag mit, dass er bei seinem Ex-Team anstelle von Mathias Lange zwischen die Pfosten rutschen würde. Grund dafür ist eine kleine Zerrung des Deutsch-Österreichers, die dieser sich ebenfalls im Samstagtraining zugezogen hatte.

„Ich ärgere mich über mich selbst, weil ich schon so ein Gefühl hatte, dass Mathias vielleicht müde sein könnte, trotzdem habe ich ihn am Freitag spielen lassen. Mein Fehler“, so Pasanen.

Mathias Lange soll am Mittwoch zurückkehren

Er muss sich aber keine zu großen Sorgen machen. Zwar saß Lange in Wolfsburg nicht einmal auf der Bank, wird aber spätestens am Mittwoch wohl wieder ohne Probleme ins Training einsteigen können.

Dshunussow selbst war beim Stand von 2:2 im Schlussdrittel Ausgangspunkt der entscheidenden Szene im Spiel. Wolfsburgs Polaczek hatte die Scheibe, zog vor das Tor seines ehemaligen Teamkollegen und checkte ihn gegen den Kopf.

Dshunussow brach auf dem Eis zusammen, musste behandelt werden, spielte zwar weiter, klagte anschließend über Kopfschmerzen. Davon, dass auch er angeschlagen ausfallen könnte, geht derzeit niemand aus, auch er selbst glaubt, Mittwoch wieder fit zu sein.

Manager Mende sucht nach einem Stürmer

Das wird den Langzeitverletzten nicht gelingen. Danielsmeier und Whitmore dürften erst nach der Februar-Pause zurückkehren, Dupont möglicherweise am Freitag. Jeff Giuliano wird vorläufig abseits des Eises trainieren – Termin für eine Rückkehr offen. Deshalb hat Manager Karsten Mende auch bestätigt, mit der Suche nach einem Stürmer begonnen zu haben. Man darf gespannt sein, denn mitten im Play-off-Kampf ist jede Unterstützung gern gesehen.

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