Der elfte Anlauf steht bevor

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Der erhoffte Schub durch den Trainerwechsel ist bei den Roosters bisher ausgeblieben. Unter Jamie Bartman gingen die beiden Westderbys gegen Köln und in Krefeld verloren. Am Dienstag in Ingolstadt soll es nunmehr besser laufen.

Iserlohn - 76:96! Das ist kein Basketballergebnis. Das ist die Ausbeute eines Eishockey-Westderbys zwischen den Krefeld Pinguinen und den Iserlohn Roosters – in Sachen Strafen. 172 Minuten ausgesprochen an einem Totensonntag von Michael Klein und Aleksi Rantala, zwei Schiedsrichtern mit Erfahrung.

Beide hatten ihre Probleme, in einer mit unglaublich vielen Emotionen ausgestatteten Partie die Übersicht zu behalten. Ein solches Spiel hat selbst in der körperlich geprägten Deutschen Eishockey Liga Seltenheitswert. Allein die Roosters kassierten große Strafen gegen Trupp (Check gegen Kopf und Nacken), Yeo und Turnbull wegen Faustkämpfen. Unschöner Höhepunkt bei der 1:4-Pleite war die Matchstrafe gegen Anthony Camara. Der checkte einen Krefelder gegen die Bande, einer der Linesmen ging dazwischen und bekam einen deutlich erkennbaren Schupser. Camara vermutete vielleicht einen Gegenspieler, wollte ihn sich vom Leib halten, dennoch war es eine Aktion gegen einen Unparteiischen, die auch so gewertet werden muss.

Fest steht, dass der letztjährige Neuzugang für das Spiel der Roosters an diesem Dienstagabend beim ERC Ingolstadt (19.30 Uhr, Saturn-Arena) sowie am Freitag gegen Schwenningen gesperrt ist. Die anderen Roosters-Spieler werden am Dienstag dabei sein, keiner wurde nachträglich gesperrt oder kassierte seine dritte große Strafe. Dennoch wird natürlich die Sperre Camaras nicht dazu beitragen, die dürftige Torquote des letzten Wochenendes zu verbessern. Andere müssten für den Toptorschützen der Roosters in die Bresche springen.

Julian Lautenschlager wird wohl spielen, ist am Montagvormittag mit in den Mannschaftsbus gestiegen. Das gilt auch für Niko Hovinen und Sebastian Dahm, die im Tor zum Einsatz kommen können, Jamie Bartman ließ am Montag noch offen, wen er final zum Einsatz bringen wird. Aufgrund des Ausfalls von Camara wird er definitiv erneut Umstellungen vornehmen müssen. Fest steht auch, dass der neue Cheftrainer mit bestimmten Spielern und deren Leistungen nicht zufrieden ist. „Es gibt ein paar Jungs, die endlich mal wieder besser arbeiten müssen“, so Bartman.

Auch für alle anderen sichtbar ist, dass immer wieder die gleichen Spieler individuelle Fehler machen. Das hat ohne Zweifel mit der Tatsache zu tun, dass das Selbstvertrauen gerade auf fremdem Eis fehlt. Zehn sieglose Spiele stehen zu Buche, am Dienstag folgt also Versuch Nummer elf, den ersten Auswärtssieg einzutüten.

In einem Tief steckt derweil auch der Gegner: Mit einem 2:7 in Straubing und 2:4 gegen Berlin verbuchten die Panther ihr erstes Null-Punkte-Wochenende der Saison, holten aus den vergangenen fünf Spielen ganze zwei Zähler. Und so fand Cheftrainer Doug Shedden nach der sonntäglichen Heimpleite gegen die Eisbären auch deutliche Worte: „Wir sind ein Mittelklasse-Team, das einen guten Saisonstart hatte. Wir müssen endlich wieder zu einer Arbeitermentalität zurückkehren.“

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