Eishockey, DEL

Gute Roosters-Leistung bleibt gegen München unbelohnt

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Keeper Andreas Jenike zeigte gegen den Tabellenführer aus München eine bärenstarke Leistung. Das reichte aber letztlich nicht, die Sauerländer mussten sich in der Eissporthalle am Seilersee mit 2:4 geschlagen geben.

Iserlohn – Lange Zeit hielten die Roosters gegen den Tabellenführer am Freitagabend gut mit, doch am Ende setzte sich der EHC Red Bull München, nicht unverdient, mit 4:2 am Seilersee durch.

Die Fans staunten zunächst nicht schlecht, als bei den „Starting Six“ plötzlich die Rückennummer 54 auftauchte. Alexander Blank aus dem Iserlohner DNL2-Nachwuchs feierte seine DEL-Premiere in der ersten Sturmreihe. Den besseren Start erwischten dennoch die Münchner. Gogulla scheiterte aus spitzem Winkel mit der Rückhand am Außenpfosten (3.). 

Der EHC machte Druck, war läuferisch überlegen und bestach durch ein beeindruckendes Passspiel. Keeper Andreas Jenike stand immer wieder im Mittelpunkt, konnte zunächst gegen Schütz, Parlett und Peterka abwehren. Dann aber kassierten die Roosters gleich zwei Strafen kurz nacheinander. Die Gäste nutzten dies eiskalt durch Seidenbergs Treffer zur Führung (9.). 

Iserlohn hielt sich in der zweiten Unterzahl allerdings schadlos und konnte nur kurz darauf selbst zum ersten Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren. Nach einer schönen Kombination über O‘Connor und Petan schloss Mike Halmo zum 1:1-Ausgleich ab (12.). Die Freude über den Treffer hielt aber nur kurz. Erneut war es Yannic Seidenberg, der von der blauen Linie abzog und sein zweites Tor an diesem Abend erzielte (13.). 

Iserlohn kam weiterhin nur gelegentlich zu Torchancen, die größte Möglichkeit hatte noch Petan, der aus der Luft einen Pass abfälschte, aber am Schoner von Daniel Fießinger scheiterte (16.). Auch der EHC hatte noch einmal Pech, als erneut Gogulla aus kurzer Distanz am Pfosten scheiterte. Etwas ausgeglichener verlief zunächst der Mittelabschnitt. Für den ersten Aufreger sorgte Tobias Schmitz, der den Innenpfosten traf (22.). München nahm danach wieder etwas mehr Fahrt auf.  Die Roosters hatten Mühe, sich dem Angriffsbollwerk entgegenzustemmen. 

Starker Andreas Jenike

Aber sie hatten ja noch Andreas Jenike zwischen den Pfosten. Der Keeper hielt binnen weniger Sekunden gegen Parkes, Voakes und Bourque (33.) sensationell und nur eine Minute später nicht minder spektakulär gegen Seidenberg. Von den Fans gab es dafür zu Recht Szenenapplaus. So blieb es auch nach dem zweiten Drittel beim knappen 1:2-Rückstand. Bis zum viel umjubelten Ausgleich dauerte es gerade mal 26 Sekunden im Schlussabschnitt. Halmo sah Jake Weidner vor dem Tor, und der Stürmer schlenzte den Puck mit der Rückhand aus der Drehung ins Tor. 

Weitere Möglichkeiten der Hausherren blieben ungenutzt, und beinahe hätte sich das gerächt. Zum Glück lief Jenike zur Hochform auf und brachte unter anderem Phillip Gogulla zur Verzweiflung. Auf der Gegenseite scheiterte Tim Fleischer gleich zweimal an Fießinger. Als sich dann viele gedanklich schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, umkurvte Trevor Parkes das Iserlohner Tor und vollendete zum 3:2 für die Gäste mit einem Bauerntrick (56.). Ehliz machte noch den Deckel drauf.

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