Eishockey

Dustin Friesen soll ein Leader werden

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Goalie Andy Jenike haben die Roosters für vier Jahre an sich gebunden.

Iserlohn - Dustin Friesen, Neuzugang der Iserlohn Roosters für die Saison 20/21, soll in die Rolle eines Führungsspielers schlüpfen. Ein solcher ist bereits Torhüter Andy Jenike, den die Roosters langfristig an sich gebunden haben.

Der Lernfaktor – dass er für Christian Hommel in seinem ersten Arbeitsjahr als Manager der Iserlohn Roosters eine große Rolle spielen würde, war vorherzusehen. Insbesondere auch deshalb, weil er selbst bei seiner Vorstellung sagte: „Ich werde Fehler machen und hoffe, die Chance zu bekommen, daraus zu lernen.“

Das waren nicht nur leere Worte. Wenn man diese Tatsache versteht, erklärt sich vor allem eine Neuverpflichtung der Iserlohner. Einen 37 Jahre alten Zwei-Wege-Verteidiger an den Seilersee zu holen, mag manchem verwunderlich vorkommen – gerade auch deshalb, weil ausgerechnet Daine Todd, ein offensiver Defender, aufgrund einer langanhaltenden Verletzung Fragezeichen produziert. Aber: „Wir hatten in der vergangenen Saison neben fehlender Offensivkraft auch zu wenig absolute Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft“, hatte Christian Hommel schon kurz nach dem Ende der Saison gesagt. Diesen Fehler will man nicht noch einmal machen und hat genau deshalb Dustin Friesen verpflichtet.

Vergleich mit Wolf, York und Cullimore

Friesen war zwar in der vergangenen Saison kein Faktor mehr in der Defensive des ERC Ingolstadt, war oft zu weit vom Gegner weg und hat an Geschwindigkeit eingebüßt – das mag aber auch an einer weitgehend verkorksten Saison bei den Panthern liegen. Dennoch zählte sein Wort auf und abseits des Eises. „Dustin ist ein Führungsspieler, der auch unseren jungen Spielern bei ihrer Entwicklung helfen soll. Er ist ein Leader und wird bei uns dieser Rolle auch gerecht werden“, so Hommel. Damit wird er auch den Trainern zur Seite stehen, die abseits von Bobby Raymond wenig verlängerten Arm auf dem Eis hatten: „Er soll einer der Leader werden, wie es Mike York, Michael Wolf und Jassen Cullimore gewesen sind.“

Insbesondere vom letztgenannten Kanadier, der 2012 nach seiner Saison am Seilersee seine Karriere beendete, ist Hommel ein riesengroßer Fan. Selten in seiner Karriere hat der Sportliche Leiter einen so bemerkenswerten Führungsspieler kennengelernt.

Friesen verbringt Sommer in seiner kanadischen Heimat

Was nun Dustin Friesen angeht, so hinterlässt dieser beim ersten Kontakt mit unserer Zeitung einen herausragenden Eindruck: Kurzfristig angeschrieben, lieferte er schnellstens Antworten aus seiner kanadischen Heimat. „Ich war beeindruckt von den klaren Vorstellungen, die Christian und Jason haben, was ich einbringen soll. Das hat mich komplett überzeugt“, sagt Friesen. Der ist Vater dreier Töchter und nicht nur Eishockeyspieler, sondern hat sich bereits vor dem Ende seiner sportlichen Karriere eine zweite aufgebaut. Im Sommer arbeitet er als Highschool-Lehrer, als Fitness-Trainer und auf der Farm seiner Familie.

„Ich werde versuchen, mich auf dem Eis und abseits des Eises für die Mannschaft einzusetzen und dabei zu helfen, die Entwicklung der gesamten Mannschaft voranzubringen“, verspricht er.

An Führungsstärke haben die Roosters gewonnen. Friesens Transfer muss man im in diesem Punkt als genauso wichtig betrachten wie die Tatsache, dass die Sauerländer Andy Jenike für insgesamt vier Jahre an sich gebunden haben. Denn auch der Goalie war in der vergangenen Saison einer der Wortführer in der Kabine und kämpferisches Vorbild.

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