Iserlohn Roosters bezwingen Mannheim 6:3

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Früh hatten die Iserlohn Roosters Grund zum Jubel, denn bereits in der achten Minute brachte Marko Friedrich die Sauerländer mit 1:0 in Führung. Am Ende hieß es gegen den Tabellenführer Adler Mannheim nach einem Klassespiel 6:3.

Iserlohn - Die Eissporthalle am Seilersee wurde am Freitagabend zu einem Hexenkessel. Denn im vierten Versuch haben es die Iserlohn Roosters geschafft, zwangen Tabellenführer Adler Mannheim mit 6:3 erstmals in dieser Saison in die Knie und festigten Rang fünf.

Wie gut diese Mannschaft der Adler Mannheim sein kann, zeigte sich in den ersten fünf Minuten. Metropolit & Co. schnürten die Sauerländer in der eigenen Defensivzone ein. Angriff auf Angriff wehrte die gut stehende Abwehr mit Hilfe von Mathias Lange zwischen den Pfosten ab, wagte langsam etwas mehr und durfte sich bei einem Ex-Iserlohner bedanken, der half, ins Spiel zu kommen. Bobby Raymond, in der letzten Spielzeit noch als Verteidiger am Seilersee daheim, ließ sich von Marko Friedrich die Scheibe stehlen, der einen Alleingang im zweiten Versuch gegen Mannheims Nationalkeeper Endras versenkte (8.).

Roosters:  Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Orendorz, Teubert; Danielsmeier – Raedeke, Sylvester, Macek; York, Wruck, Petersen; Foster, Dupont, Friedrich; Bassen, Connolly, Blank

Adler: Endras – Akdag, Richmond; Foster, Wagner; Fischer, Goc; Raymond – Hospelt, Rheault, Arendt; Ullmann, Höfflin, Hecht; Metropolit, Tardif, Plachta; Joudrey, Buchwieser, Kink

Schiedsrichter: Haupt (Kempten)/Rohatsch (Lindau)

Tore: 1:0 (07:51) Marko Friedrich; 1:1 (13:26) Plachta (Fischer, Akdag), 2:1 (16:21) Raedeke (York, Wruck/5:4), 2:2 (29:41) Plachta (Ullmann, Wagner), 2:3 (33:12) Buchwieser (Fischer, Richmond), 3:3 (35:28) Connolly (Dupont), 4:3 (36:49) York (Dupont, Wruck/5:4), 5:3 (37:27) Macek (Lavallée, Foster), 6:3 (58:49) York (Wruck, Petersen/Empty Net)

Strafen:  Roosters: 6; Adler: 20

Zuschauer: 4 662

Knapp sechs Minuten aber der Ausgleich, als Fischer von der blauen Linie schoss und Plachta unhaltbar abfälschte. Dank der Undiszipliniertheiten der Gäste, Mannheim kassierte insgesamt vier Hinausstellungen im Auftaktdrittel, konnten die Roosters aber ein Powerplay zur erneuten Führung nutzen. Yorks Schuss fälschte Raedeke ab – 2:1 (17.).

Zu Beginn des Mittelabschnitts hätten die Gastgeber erhöhen können, ließen aber gleich mehrfach Überzahl-Gelegenheiten aus. Und das sollte sich rächen, denn wiederum Plachta und dann Buchwieser drehten den Spieß für den Tabellenführer zum zwischenzeitlichen 2:3 um (30./34.). Die Reaktion der Roosters war indes schlichtweg grandios. Sie übten einen enormen Druck aus, schlugen ab der 36. Minute binnen 119 Sekunden dreimal zu. Erst Connolly, dann York von der Grundlinie im Powerplay und zum Schluss Macek sorgten für eine 5:3-Führung des Pasanen-Teams.

Knapp 140 Powerplay-Sekunden hatten die Adler dann in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts, doch an der Iserlohner Defensive und Keeper Lange gab es kein Vorbei. Petersen hätte anschließend gar vorzeitig alles klar machen können, scheiterte frei vor dem Tor aber an Endras (50.).

Iserlohner überstand in der Folge eine weitere Unterzahl, rackerte unermüdlich. 118 Sekunden vor dem Ende nahm Gästetrainer Geoff Ward seinen Goalie vom Eis, aber nur wenig später machte York mit seinem zweiten Treffer in leere Mannheimer Tor alles klar. - MiHei

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