Eishockey

Roosters: Knock-out durch Verlic 53,7 Sekunden vor der Schluss-Sirene

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Andreas Jenike machte in Bremerhaven ein starkes Spiel.

Bremerhaven – Trotz einer weiteren Steigerung verloren die Iserlohn Roosters in der Schlussminute ihr Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins 2:3 (1:1, 1:0, 0:2). Verlics Tor 53,7 Sekunden vor Ende der Partie begrub die Hoffnungen der Sauerländer, die es einmal mehr verpasst hatten, zur rechten Zeit einen Treffer nachzulegen, um die Partie früh im Schlussdrittel für sich zu entscheiden.

In Bremerhaven gilt höchste Vorsicht in den ersten zehn Minuten. Da überfällt das Team der Fischtown Pinguins für gewöhnlich den Gegner mit Höchstgeschwindigkeit. Die Roosters wussten zwar darum, hatten aber das Problem, dass sie aufgrund eines langen Staus auf der A27 erst um kurz nach 15 Uhr an der Nordsee eingetroffen waren. So gehörten die Auftaktminuten der Partie den Gastgebern, die immer und immer wieder vor Andy Jenike auftauchten. 

Trotz des gegnerischen Drucks aber verbuchten die Sauerländer gleich mit der ersten Chance den Führungstreffer. Nach gutem Forecheck schnappte sich Weiß in seinem 600. DEL-Spiel die Scheibe, spielte den Pass auf den völlig frei stehenden Julian Lautenschlager, der seinen zweiten Saisontreffer verbuchte (6.). Bremerhaven brauchte anschließend zwei, drei Minuten, um sich vom Schock zu erholen. 

Dann startete die Mannschaft ihre vielleicht beste Offensivphase im ersten Drittel, an deren Ende der 1:1-Ausgeich stand. Der norwegische Nationalspieler Espeland schoss von der blauen Linie, Sykora fälschte, vor dem Tor stehend, mit der Brust ab. 

Fortschritte im Powerplay bei den Roosters

Auch im Mitteldrittel stand immer wieder Jenike im Mittelpunkt. Der Goalie hielt Puck um Puck. So verging Minute um Minute, bis die Blau-Weißen bei einem ihrer Angriffe die Pinguins im eigenen Drittel einschnürten, 40 vielleicht 45 Sekunden lang unter Druck setzten und den 2:1-Führungstreffer verbuchten. Hoeffel hielt den Puck im entscheidenden Moment im Drittel, Petan sah O'Connor, der schoss, so dass Grenier die Scheibe unhaltbar abfälschen konnte (35.). Es war ein Treffer, der Selbstvertrauen gab. Das sah man auch im Powerplay kurz vor Drittelende, als die Gäste eines ihrer wenig richtig guten Powerplays aufs Eis brachten. Zwar blieb ihnen das 3:1 versagt, trotzdem erkannte man auch hier eine Weiterentwicklung. 

In den letzten 20 Minuten mühten sich die Roosters, das Tempo zu verschleppen. Sie kamen sogar für das 1:3 in Frage, doch es wollte nicht fallen. So lief alles nach Plan – bis Orendorz eine Strafe kassierte und Urbas vom Außenrand des rechten Bullykreises mit einem tollen Schuss zum 2:2 ausglich (54.). Das Schicksal nahm seinen Lauf: Verlic traf in der Schlussminute – mit dem Schläger auf Lattenhöhe – zum 3:2. Die Schiedsrichter schauten auf den Videobeweis, stellten aber zurecht fest, dass der Treffer korrekt erzielt wurde. So blieben gerade einmal 53 Sekunden für den Ausgleich, der den Waldstädtern aber versagt blieb.

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