Eishockey, DEL

Fleischer löst die Blockade: Roosters feiern einen 5:1-Heimsieg

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Der Moment, als Zentnerlasten von den Schultern fallen: Tim Fleischer nach seinem Treffer, der eine Zeit von 215 Minuten ohne Roosters-Tor beendete.

Iserlohn – Fünf Treffer, eine starke Torhüterleistung und eine bombensichere Unterzahl: Die Roosters machten beim 5:1 (2:0, 2:1, 1:0) gegen Bremerhaven ein gutes Spiel, verdienten sich auch ohne Marko Friedrich drei wichtige Punkte und beendeten ihre Torflaute. Lautenschlager und Fleischer machten sogar ein richtig gutes Spiel, brachten die Roosters, die insgesamt einfacher agierten, auf die Siegerstraße.

Als Tim Fleischer nach 3:51 Minuten die Arme in die Höhe reckte und sein Tor zum 1:0 bejubelte, war die seit Jahren längste torlose Phase der Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga beendet. 215:02 Minuten waren seit dem letzten Treffer vergangen – und die Freude war unverkennbar. Der Mannschaft fielen Zentnerlasten von den Schultern. Das einmal mehr die von Jake Weidner geführte junge Reihe mit Fleischer und Lautenschlager in Spinorama-Manier dieses Tor erzielte, mag bezeichnend sein. 

Fakt ist allerdings auch: Grenier traf nur knapp eine Minute später bei einem schnellen Konter über die rechte Seite nur den Pfosten. Das allerdings war ebenfalls ein Moment, der dem O´Leary-Team Auftrieb gab. Man generierte Offensivkraft und belohnte sich in der 15. Minute sogar noch mit dem 2:0. Diesmal war es Grenier, der nach einem O'Connor-Schuss den Rebound gegen die Laufrichtung des Bremerhavener Keepers über die Linie brachte. Ob es half, dass sich die Bremerhavener Nummer eins, Tomas Pöpperle, an der Hand verletzt hatte und deshalb fehlte, spielte zu diesem Zeitpunkt keine Rolle. 

Insgesamt zehnmal schossen die Sauerländer im ersten Drittel aufs gegnerische Tor, zweimal waren sie erfolgreich. Gleichzeitig überstanden sie defensiv zwei Unterzahlsituationen, so dass die Führung in Ordnung ging. 

Das galt auch für das 4:1 nach 40 Spielminuten, obwohl die Gastgeber im Mittelabschnitt viel zu viele Strafminuten bekam. Insgesamt 31 brummten die Unparteiischen den Sauerländern auf, darunter 25 für Jake Weidner, der Ross Mauermann in der neutralen Zone checkte und dafür eine Spieldauer aufgebrummt bekam. Eine unnötige Strafe, die doppelt schwer wog, weil die Roosters wegen eines Spielers zu viel auf dem Eis sogar noch eine weitere Strafe kassierten. 

Bärenstarke Leistung in Unterzahl

Dank einer bärenstarken Leistung von Andy Jenike trafen die Nordseestädter nur zum Anschlusstreffer, Verlic schloss eine unhaltbare Kombination zum 1:2 ab (28.). Ansonsten funktionierte die Unterzahl der Sauerländer herausragend. Im „Fünf gegen Fünf“ blieben die Sauerländer die bessere Mannschaft und belohnten sich noch zweimal. Erst Petan nach genialer Vorlage von Findlay, dann Lautenschlager nach Vorlage von Weiß – 4:1 (36./39.). Weiß, der auch am dritten Treffer beteiligt war, machte sein erstes richtig gutes Match seit seiner Verletzungspause. 

In den letzten 20 Minuten verwalteten die Sauerländer ihren Vorsprung, standen defensiv sehr solide, hatten die ein oder andere Chance, unter anderem durch Findlay und Halmo, brachten so Minute um Minute von der Uhr. Von den Fischtown Pinguins kam letztlich zu wenig. Und so durfte Findlay gut eine Minute vor dem Ende den Schlusspunkt 5:1-Endstand setzen – ein Abend, der den Roosters Mut macht...

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