Roosters weiter auf Euphoriewelle

Roosters-Kantersieg gegen die Kölner Haie

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Brooks Macek feierte mit dem Roosters einen Kantersieg gegen die Haie, traf dabei zum 6:1-Endstand.

Iserlohn - Keine Chance für zahnlose Kölner Haie. Mit einem imponierenden 6:1-Erfolg im Westderby festigten die Iserlohn Roosters am Sonntagabend ihren zweiten Tabellenplatz, wurden von den knapp 5000 Zuschauern in der ausverkauften Halle am Seilersee dementsprechend gefeiert.

Nach Hamburg am Sonntag vor einer Woche und Düsseldorf am Dienstag dominierten die Sauerländer erneut die ersten 20 Minuten. In einem temporeichen Match generierten auch die Kölner ihre Chancen gegen Mathias Lange im Roosters-Tor, die Kaltschnäuzigkeit des IEC aber blieb bemerkenswert. Schon nach 69 Sekunden gingen die Blau-Weißen nach einem genialen Ross-Zuspiel auf Sylvester 1:0 in Führung. Kurz danach foulte Müller Macek bei einem Alleingang – Penalty. Macek, der selbst schießen musste, scheiterte aber an Wesslau. Trotzdem führten die Gastgeber nach dem ersten Abschnitt 3:0. Zwei tolle Powerplaytore von York und Petersen sorgten für eine gute Ausgangssituation.

Zu Beginn des Mittelabschnitts wurden die Domstädter druckvoller, hatten die besseren Chancen. Sulzers Lattenkracher war für Roosters-Coach Jari Pasanen Warnung genug, eine Auszeit zu nehmen. Und prompt lief es wieder besser. Caporusso wurde bei einem Konter von Ankert gestoppt, erneut Penalty, den Caporusso zum 4:0 verwandelte (26.). Gleich im übernächsten Wechsel versuchte Moritz Müller für die Haie ein Zeichen zu setzen, lieferte sich einen Faustkampf mit Teubert, beide mussten auf die Strafbank.

Dort Platz genommen, sahen beide Salmonssons Anschlusstreffer nach guter Vorarbeit von Uvira hinter dem Iserlohner Tor (27.). Direkt nach dem Tor, mitten im Kölner Jubel ging der Arm des Schiedsrichters in die Höhe, meldete der Linesman einen Stockstich von Weiß an Hamill. Damit war für Weiß die Partie beendet. Weil nur zwei Minuten später Salmonson wegen Beinstellens vom Eis musste, hatten die Roosters doppelte Überzahl, die Raymond mit dem Tor zum 5:1 nutzte. (30.).

Schonung im letzten Drittel

Damit aber noch immer nicht genug: Powerplay Köln, Jaspers gewann das Bully, startete den Konter, den Macek nach einem Rebound in Unterzahl zum 6:1 einnetzte (35.). Köln erlebte ein kleines Debakel, fand an diesem Abend kein Mittel gegen klar bessere Sauerländer. Im Schlussabschnitt sparten die Roosters Kräfte, schalteten zwei Gänge zurück. Bei Kontern und im Powerplay blieb das Pasanen-Team, immer dann, wenn man das Tempo anzog, jedoch brandgefährlich, mehr aber wollte man nicht mehr aufs Eis bringen. Dass die Haie dennoch nicht zu weiteren Treffern kamen, sagte alles über die Stärken der Iserlohner aus.

Roosters: Lange – Orendorz, Raymond; Button, Teubert; Côté, Lavallée; Shevyrin – York, Blank, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Sylvester; Hamill, Connolly, Friedrich
Haie: Wesslau – Eriksson, Müller; Lüdemann, Lalonde; Sulzer, Ankert – Hager, Gogulla, Jones; Falk, Umicevic; Aslund; Weiss, Salmonsson, Uvira; Stephens, Zerressen, Ohmann
Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Haupt (Kempten)
Tore: 1:0 (01:09) Sylvester (Ross, Button), 2:0 York (Ross, Blank/5:4), 3:0 (18:42) Petersen (Macek, Jaspers/5:4), 4:0 (25:06) Caporusso (PS), 4:1 (26:44) Salmonsson (Uvira, Wesslau), 5:1 (29:53) Raymond (Hamill, York/5:3), 6:1 (34:42) Macek (Jaspers/4:5)
Strafminuten: Roosters 20 + 10 (Teubert); Haie 18 + 5 + 10 (Müller) + Spieldauer (Weiß)
Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

Vertrag mit Caporusso verlängert

Die Roosters haben den Vertrag von Stürmer Louie Caporusso um eine Saison verlängert. Das teilte der Club gestern vor dem Heimspiel gegen die Kölner Haie mit. Caporusso kam vor der laufenden Saison aus Augsburg an den Seilersee und entwickelte sich in den letzten Wochen und Monaten zu einem der wichtigsten Leistungsträger. „Sportlich und menschlich hat Louie unsere Mannschaft bereichert. Deshalb freuen wir uns, dass er auch in der kommenden Saison zum Team gehören wird“, so Manager Karsten Mende. Aktuell führt der 26 Jahre alte Linksaußen die Liste der besten Scorer in der Mannschaft der Blau-Weißen mit 14 Treffern und 20 Assists an. Auch Caporusso ist froh, im Sauerland eine neue Heimat gefunden zu haben. „Die Rahmenbedingungen passen hervorragend, ich fühle mich sportlich und menschlich sehr wohl. Hoffen wir, dass wir gemeinsam auch den aktuellen sportlichen Erfolg fortsetzen können.“

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