Viel Lob für Co-Trainer Bartman

Mit vier Siegen im Gepäck und Sertich nach Köln

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In den letzten vier Begegnungen auch mit dem nötigen Biss in der Defensivarbeit: Alex Foster (links) und seine Stürmerkollegen von den Iserlohn Roosters, die heute Abend in Köln zu Gast sind.

ISERLOHN - Platt, abgekämpft, aber auch erleichtert hockte das Roosters-Team am Sonntagabend in der Gästekabine des Augsburger Curt-Frenzel-Stadions. Gerade hatten York und Co. drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Playoff-Kampf eingefahren und dafür mit Schmerzen bezahlt.

Von Mirko Heintz

Eisbeutel für die Blessuren an allen nur möglichen Körperteilen wanderten mit unter die Dusche, sollten Linderung verschaffen, wo die Akteure an die Bande gecheckt oder von Pucks getroffen worden waren. „Wir dürfen uns als Vorbild fühlen, so muss man in einem Playoff-Spiel zu Werke gehen“, ächzte Christian Hommel nach der Partie.

Der hart arbeitende Kämpfer war Motivator auf der Bank und fuhr darüber hinaus noch Doppelschichten in der zweiten und vierten Sturmformation, stand weit über 30 Minuten auf dem Eis. „Wir haben aufeinander vertraut, alles getan um diesen Erfolg einzufahren und waren in einem wichtigen Spiel die bessere Mannschaft!“

Ohne Zweifel, das bessere Team waren die Roosters. „Die frühen Tore haben geholfen. Wir wussten, dass Augsburgs Back-Up anfällig für Nachschüsse war und das haben wir glücklicherweise gnadenlos ausgenutzt“, erklärte Co-Trainer Jamie Bartman. Insbesondere dem Kanadier gebührt nach jetzt vier Erfolgen in Serie ein besonderes Lob. Er hat mit vielen Gesprächen die Defensive der Sauerländer endlich in die richtige Richtung gelenkt.

Stürmer und Verteidiger arbeiten gleichsam nach hinten, scheinen endlich erkannt zu haben, wie die Mannschaft gewinnen kann. Hinzu kommt die individuelle Verbesserung einiger Leistungsträger. Als Beispiel dafür steht wohl Colton Teubert. Seit Bartman in jedem einzelnen Training mit dem Neuzugang arbeitet, regelmäßig mit ihm spricht, hat sich dessen Fehlerzahl fast auf null reduziert.

Besonders bemerkenswert ist die Leistung der Sauerländer gegen Ingolstadt und Augsburg auch deshalb, weil mit dem verletzten Michael Wolf und den gesperrten Marty Sertich zwei ganz wichtige Leistungsträger fehlten, die auch in den "Special-Teams" zentrale Rollen übernommen haben.

„Die Jungs können auch ohne mich gewinnen“, flachste der gesperrte Sertich, der die Reise nach Augsburg mit angetreten hatte, da der DEL-Disziplinarausschuss seine Entscheidung über die Sperre des flinken Kanadiers erst spät am Samstagabend getroffen hatte.

Auch, wenn die Roosters dieses Wochenende ohne Qualitätsverlust überstanden, die Knieverletzung von Michael Wolf, der am Freitagabend auf Krücken durch die Eissporthalle humpelte, wird noch weh tun. „Ein Ausfall von vier Wochen, bis zur Olympiapause ist absolut realistisch“, so Mannschaftsarzt Jochen Veit.

„Nach acht Jahren ohne Ausfälle darf man sich wohl nicht beschweren. Trotzdem ist es ärgerlich die Mannschaft genau jetzt nicht unterstützen zu können, wo es richtig gut läuft“, so Wolf.

Am Dienstagabend nach Köln

Bereits am Dienstagabend stehen die Iserlohn Roosters nach der Erfolgsserie von vier Siegen in Folge vor der nächsten, aber superschweren Hürde: Ab 19.30 Uhr sind die Sauerländer in der Lanxess-Arena zu Gast bei Spitzenreiter Kölner Haie, gegen den die bisherigen Vergleiche knapp (3:4, 0:2) verloren gingen.

Nach abgelaufener Sperre kehrt Marty Sertich ins Roosters-Aufgebot zurück. Erst kurzfristig entscheiden wird sich, ob Dusan Frosch auflaufen kann. Der war in Ingolstadt von der Scheibe hart am Fuß getroffen worden, doch die Verletzung entpuppte sich nicht als Bruch, sondern schwere Prellung.

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