Penalty-Pleite in Schwenningen

3:0-Führung reicht im Schwarzwald nicht zum Sieg

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Mike York brachte die Roosters am Sonntag mit seinem Treffer kurz vor Ende des ersten Drittels 3:0 in Führung. Doch zum Sieg reichte dies für den Gast nicht. Am Ende setzte sich Schwenningen 4:3 nach Penaltyschießen durch.

SCHWENNINGEN - Alles Kopfsache: Weil der vierte Treffer nicht fiel, die Roosters die Balance zwischen Offensive und Defensive nicht fanden, verspielten sie in Schwenningen eine 3:0-Führung, sicherten sich nur den Zusatzpunkt und kassieren nach einem Sieg eine vermeidbare Niederlage.

Von Mirko Heintz

Volles Haus, Riesenstimmung, 800 Iserlohner Fans angereist mit Bus und Bahn – idealer hätten die Rahmenbedingungen für dieses Kellerduell kaum sein können. Es blieb bloß eine Frage offen: Welches der beiden Team würde mehr aus der besonderen Stimmung in der Helios-Arena in Schwenningen machen können?

Zunächst sah es nach den Gastgebern aus, die die Sauerländer körperlich zu beeindrucken versuchten. Bemerkenswert aber war, dass das Team vom Seilersee sich von der harten Gangart des Gegners nicht beeindrucken ließ, sondern konsequent seinen Weg verfolgte. Den hatte Trainer Jari Pasanen mit kompakter Defensive beschrieben und im Idealfall mit guter Chancenverwertung. Beides gelang.

Dreimal trafen die Sauerländer im Auftaktdrittel. Beim ersten Tor profitierte Michael Wolf von einem Traumpass Yorks, ließ Pätzold mit seinem Schuss keine Chance (8.). Konsequent arbeitete das Roosters-Team weiter und kam nach Frosch-Solo durch Foster zum 0:2 (18.). Iserlohns nächster Angriff, abgeschlossen von einem Rückhandschlenzer Yorks, sorgte für den 3:0-Zwischenstand nach dem ersten Drittel.

Die Blau-Weißen präsentierten sich im zweiten Drittel zwar defensivstark, überließen aber dem Gegner aus dem Schwarzwald zu viele Spielanteile und mussten deshalb nach 40 Minuten glücklich sein, dass die Wild Wings nur einmal in Überzahl durch Sascha Goc getroffen hatten, als Lasse Kopitz auf der Strafbank saß (39.).

Im Schlussdrittel bekam Schlager nach einem Check gegen den Kopf von Dusan Frosch eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt – die Sauerländer durften fünf Minuten in Überzahl agieren, machten aber zu wenig daraus. Schwenningen agierte ähnlich aggressiv wie in den Anfangsminuten der Partie, schien die Roosters damit zu beeindrucken. Die agierten mit angezogener Handbremse.

Fosters Strafe bescherte Schwenningen eine weitere Überzahl und das 2:3. Petersen fälschte einen Schuss von Wishart unhaltbar für Lange ab (52.). Die Wild Wings hatten jetzt Oberwasser und kamen nur 56 Sekunden später durch Green zum 3:3.

Nach dem Ausgleich waren die Roosters wieder gleichwertig. Es blieb beim 3:3 – auch nach einer Verlängerung, in der beide Seite die Chance hatten, die Partie für sich zu entscheiden. Für den Gast scheiterten aber Giualino, Wolf und York. So ging es ins Penaltyschießen, das erst in der siebten Runde endete und mit einem Sieg der Wild Wings endete. Wolf scheiterte an Pätzold, Green traf – das war die Entscheidung.

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