Roosters bezwingen ihren Angstgegner in der Verlängerung

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Nürnbergs Eugen Alanov wird vor dem Kasten von Andreas Jenike bedrängt. Die Roosters verrichteten bei den Ice Tigers im Gegensatz zur Heimpleite gegen Augsburg fast 40 Minuten lang gute Abwehrarbeit, im Schlussdrittel aber drehte Nürnberg auf und erzwang noch die Overtime.

Nürnberg -  Die Iserlohn Roosters erzwangen am Montagabend im letzten Spiel des Jahres bei Angstgegner Nürnberg Ice Tigers einen 5:4-Sieg nach Verlängerung und beendeten damit ihren Negativlauf. Die Rote Laterne in der Deutschen Eishockey Liga leuchtet über den Jahreswechsel dennoch in Iserlohn, weil auch der Tabellenvorletzte, die Schwenninger Wild Wings, in der Overtime mit 3:2 gegen Straubing die Oberhand behielt.

Die Sauerländer erwischten im Frankenland zunächst einen Start nach Maß. Mit der ersten Möglichkeit ging das Tabellenschlusslicht in Führung. Brody Sutter zog ab und versenkte den Puck nach 44 Sekunden in den linken Winkel. Jonas Langmann im Tor der Ice Tigers hatte keine Abwehrchance. In der Folge machten die Nürnberger aber mächtig Druck. Erst musste Iserlohns Goalie Jenike mit dem Schoner den Schlagschuss von Reimer abwehren (2.), kurz darauf strich Bucks Schuss knapp am Iserlohner Kasten vorbei.

Die Roosters befreiten sich nur langsam. Ausgerechnet im Überzahlspiel, das den Sauerländern bislang so große Probleme bereitet hat, trafen die Gäste erneut. Dmitriev sah den mitgeeilten Michael Clarke am langen Pfosten – und der musste aus kurzer Distanz nur den Schläger reinhalten (12.). Die Ice Tigers erarbeiteten sich aber weitere Chancen und kamen vor allem zwischen den Bullykreisen immer wieder gefährlich zum Abschluss, Jenike aber blieb im ersten Drittel ohne Gegentreffer.

Auch im Mitteldrittel erwischten die Sauerländer den besseren Start. Nach einem schönen Zusammenspiel von Sutter und Lautenschlager schloss Letztgenannter aus kurzer Distanz direkt ab, aber Langmann war mit seinem Schoner blitzartig zur Stelle (22.). Auf der anderen Seite wachten aber auch die Hausherren allmählich auf und hatten innerhalb von wenigen Sekunden gleich zwei Riesenmöglichkeiten, um zu verkürzen. Brown und im Nachschuss Schulze aber scheiterten an Andreas Jenike. Die Gäste versuchten allerdings nicht nur zu verteidigen, sondern setzten auch in der Offensive Akzente. Lautenschlager hatte im Slot plötzlich viel Platz, aber sein Schlagschuss wehrte Langmann mit der Stockhand ab (27.).

Es folgte eine Drangphase der Gäste, die nach diversen Einschussmöglichkeiten in einem Lattenkracher von Halmo gipfelte (32.). Auch Lautenschlager und Clarke hatten das 3:0 auf dem Schläger, scheiterten jedoch am Keeper der Ice Tigers, der dann aber doch noch hinter sich greifen musste. Buschmanns Handgelenksschuss von der blauen Linie wurde vor dem Tor noch unhaltbar für Langmann abgefälscht – 0:3 (36.). Kurz vor Drittelende aber kam auch Nürnberg zum ersten Treffer. Kislinger stocherte den Puck über den am Boden liegenden Jenike vorbei über die Linie (40.).

Nürnberg gab sich noch nicht geschlagen und legte im Schlussabschnitt gleich mächtig zu. Will Acton zielte aber aus aussichtsreicher Position zu hoch (43.). Dann kassierten die Iserlohner aber erneut zu viele Strafen. In doppelter Unterzahl traf Dupuis im zweiten Versuch aus spitzem Winkel zum 2:3-Anschluss (45.). Die Ice Tigers blieben weiter am Drücker und glichen durch Schulze aus (48.). Erneut in Überzahl drehten die Nürnberger die Partie dann komplett. Nachdem Halmo bei einem Alleingang an Langmann scheiterte, schlossen die Hausherren ihren Angriff durch Brandon Buck erfolgreich zum 4:3 ab (50.).

Die Gäste gaben allerdings nicht auf. Nach einem guten Forecheck landete die Scheibe auf dem Schläger von Alexej Dmitriev – und der traf zum 4:4 (57.). Dabei blieb es auch nach 60 Minuten.

In der Verlängerung waren dann die Sauerländer das glücklichere Team. Ryan O’Connor fasste sich ein Herz und traf zum umjubelten 5:4-Sieg der Roosters.

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