Spitzenreiter Mannheim siegt erst in der Overtime

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Keeper Mathias Lange verlängerte am Wochenende seinen Vertrag am Seilersee – gegen den Tabellenführer aus Mannheim unterlag er mit den Roosters nach Verlängerung 3:4.

Iserlohn - Trotz aufopferunsvollen Kampfes mussten sich die Iserlohn Roosters am Sonntagabend dem Tabellenführer Adler Mannheim geschlagen geben. Der IEC hatte sich eine 3:1-Führung herausgespielt, musste dann aber im letzten Drittel doch noch den Ausgleich hinnehmen, bevor der Tabellenführer in der Overtime den entscheidenden Treffer verbuchte.

Von Mirko Heintz

Mit dem leicht angeschlagenen Mathias Lange zwischen den Pfosten starteten die Sauerländer. Cheftrainer Pasanen hatte die 1:8-Niederlage vom Freitag offenbar rasch aus den Köpfen vertrieben, denn seine Jungs starteten fokussiert. Dem Engagement war auch der Führungstreffer geschuldet. Nach einem schnellen Angriff landete die Scheibe bei Alex Foster, der Nationalkeeper Endras keine Chance ließ (5.). Die Sauerländer waren das Team mit den klar besseren Gelegenheiten. Erst Sullivan, dann Petersen, später Teubert hätten die Chance gehabt, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterten aber. Fünfeinhalb Minuten vor Ende des Drittels bekam Friedrich die Scheibe am Bullykreis aufgelegt, zog ab und verbuchte sein zweites DEL-Tor zum 2:0. Den Schlusspunkt aber setzen die Adler, die 26 Sekunden vor Ende durch Buchwieser 2:1 kamen.

Rheault trifft doppelt zum 3:3

Das Mitteldrittel begann von den Roosters nicht weniger engagiert. Geduldig präsentierten sie sich in einer ruppiger werdenden Partie. Insbesondere Ex-NHLer Jochen Hecht wirkte frustriert, dass die Sauerländer das Spiel des Ligaprimus immer wieder durchkreuzten. Ausgerechnet er saß wegen eines Stockschlags abseits des Spielgeschehens auf der Strafbank, als die Iserlohner ihren dritten Treffer verbuchten (York, 30.). Kapitän York war es auch, der nur drei Minuten später die nächste Chance vor Endras hatte, aber scheiterte. Hundertprozentiges bei den Mannheimern suchte man vergeblich, so dass die Sauerländer mit zwei Treffern Vorsprung in den Schlussabschnitt gingen.

Nach einem nicht genutzten Überzahlspiel machten die Adler zu Beginn der letzten 20 Minuten Druck. Zum ersten Mal präsentierten die Gäste ihr herausragendes sportliches Können und verbuchten schon nach 190 Sekunden das 2:3 durch Rheault. Auch in den Folgeminuten drückte der Tabellenführer und kam durch herausragenden Rheault zum 3:3 (55.). In der Verlängerung trafen die Adler nach 2:55 Minuten durch Akdag zum 4:3-Sieg. Bitter für ein starkes Roosters-Team an diesem Abend.

Roosters: Lange – Button, Lavallée; Sullivan. Liwing; Jares, Teubert; Orendorz – Raedeke, Friedrich, Petersen; York, Dupont, Macek; Foster, Whitmore, Wruck; Bassen, Connolly, Blank

Adler: Endras – Reul, Raymond;Akdag, Richmond; Goc, Wagner; Fischer – Joudrey, Buchwieser, Kink; Metropolit, Mauer, Hecht; Hospelt, Rheault, Arendt; Ullmann, Höfflin, Plachta

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Vogl (München)

Tore: 1:0 (04:26) Foster (Wruck, Whitmore), 2:0 (14:22) Friedrich (Raedeke, Petersen), 2:1 (19:34) Buchwieser (Rheault, Richmond), 3:1 (29:46) York (Sullivan/5:4), 3:2 (43:10) Rheault (Buchwieser, Akdag), 3:3 (54:38) Rheault (Metropolit, Akdag), 3:4 (62:55) Akdag (Richmond, Arendt)

Strafminuten: Roosters 4; Adler 16 + 10 (Kink)

Zuschauer: 4219

Mathias Lange bleibt am Seilersee

Die erste Personalentscheidung für die Zukunft der Roosters ist gefallen. Torhüter Mathias Lange unterzeichnete einen neuen Vertrag am Iserlohner Seilersee. Der gebürtige Klagenfurter bleibt zwei weitere Jahre. „Mathias hat sich diesen Vertrag verdient. Seitdem er hier bei uns zuhause ist, hat er sich Monat um Monat gesteigert und gehört vollkommen zu Recht zu den besten Torhütern der DEL“, sagt Manager Karsten Mende. Lange wechselte im Sommer 2013 aus der 2. Liga an den Seilersee,

sollte eigentlich im ersten Jahr die Rolle des Back-Ups hinter Sébastien Caron übernehmen. Schon in den ersten Wochen der Spielzeit avancierte der Deutsch-Österreicher zur Nummer eins im Tor und verteidigte die Position bis in die Playoffs. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen schaffte Lange zudem den Sprung ins österreichische Nationalteam.

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