Eishockey, DEL

Roosters: Verbesserte Ausgangslage

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Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Play-off-Ausgangslage für die Roosters hat sich deutlich verbessert. Das freut auch die Fans.

Iserlohn - „Wir waren heute nicht in jeder Phase wirklich gut, aber wir haben mal wieder ganz, ganz wichtige Punkte geholt.“ Eine Aussage, typisch für Rob Daum, den Cheftrainer der Iserlohn Roosters. Schönreden ist nicht seine Sache – genauso wenig, wie Dinge zu negativ zu sehen.

Genau das aber ist es, was ihn auszeichnet, von manch anderem Trainer im Leistungssport unterscheidet. Und er bringt Dinge auf den Punkt. In Mannheim holten sich die Iserlohn Roosters mit dem 3:2-Erfolg drei wichtige Punkte – nicht, weil sie über 60 Minuten die bessere Mannschaft waren, sondern im letzten Drittel 17 Minuten lang alles richtig gemacht und mit Sebastian Dahm einen exzellenten Keeper zwischen den Pfosten hatten. 

Mit den drei Zählern aus Mannheim und dem Heimsieg gegen Nürnberg am Freitagabend haben sich die Sauerländer die hervorragende Ausgangsposition zurückerarbeitet, die sie nach den Niederlagen in Bremerhaven und daheim gegen Krefeld fast schon verloren zu haben schienen. Insbesondere der Auftritt der Blau-Weißen am Freitagabend gegen die Thomas Sabo Ice Tigers wirkte souverän – trotz aller Widrigkeiten. 

Wieder einmal lagen die Roosters hinten, wieder einmal kamen sie zurück in die Partie. Und auch, als sich die Waldstädter in den Schlussminuten wieder einmal zu viele Strafminuten erlaubten, ließen sie sich den verdienten Erfolg nicht mehr nehmen. Insbesondere auch im Tor bekommen die Sauerländer derzeit Bestleistungen: Sebastian Dahm ist ein unglaublich konstant sicherer Rückhalt und hat sichtlich Spaß dabei, seiner Mannschaft in jedem Spiel die Chance zu geben zu gewinnen. Allerdings bleiben die Unparteiischen am Seilersee ein Thema. „Ich will mich gar nicht darüber beschweren, was sie gegen uns gepfiffen haben, das kann man alles pfeifen. Ich möchte aber auch die gleichen Maßstäbe die man bei uns anlegt, bei den anderen angelegt sehen“, meint Manager Karsten Mende. 

Diese Argumentation ist nachvollziehbar. Beispiel: Kurz vor Schluss des Freitag-Spiels kassierten die Sauerländer eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Hakens, bekamen zu Recht zwei Minuten. Ein paar Minuten später hakte ein Nürnberger Spieler Fischer, der Arm der Unparteiischen aber blieb diesmal unten. Rob Daum kritisiert grundsätzlich keine Schiedsrichter, merkt nur an: „Als ich in Deutschland angekommen war, bin ich sehr überrascht gewesen, wie konstant die Schiedsrichter hier gepfiffen haben. Das ist in den letzten Wochen ein wenig verloren gegangen. Es ist vollkommen normal, dass sich die Arbeit der Unparteiischen wandelt vor den Play-Offs, aber wir brauchen Konstanz, um immer zu wissen, was wir richtig machen auf dem Eis und was nicht. Es gilt aber auch, die Schiedsrichter haben einen sehr schweren Job“, so der Kanadier.

Unabhängig davon sind die Roosters vorerst auf Tabellenplatz vier angelangt. Mit 71 Punkten sollten sie eigentlich die magische Grenze erreicht haben, um zumindest die Pre- Play-Offs zu erreichen. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde beträgt der Vorsprung auf die Düsseldorfer EG auf Rang elf acht Punkte, wobei die DEG nur noch vier Spiele zu bestreiten hat. Vor der Olympiapause, die am Samstag beginnt, muss das Team vom Seilersee noch auswärts in Ingolstadt (Mittwoch) und Straubing (Freitag) ran, nach der Pause daheim gegen Köln, Schwenningen und zum Abschluss in München. Ein Programm, das alle Möglichkeiten offen lässt, als Vierter oder Fünfter auch direkt in die Play-Offs einzuziehen. 

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