Eishockey, DEL

Roosters-Debakel an der Pegnitz

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Marko Friedrich im Clinch mit Chris Brown von den Ice Tigers – für den Iserlohner war die Partie bereits im ersten Drittel beendet, durfte er nach einer Spieldauer-Disziplinarstrafe duschen gehen. 

Nürnberg - Es gibt Dinge, die bleiben bestehen. Nürnberg bleibt in eigener Halle ein Angstgegner für die Roosters. Und: Auswärts können die Iserlohner einfach nicht gewinnen. Dabei blieb es auch am Sonntag, als das Daum-Team bei den Ice Tigers 1:7 den Kürzeren zog.

Mit 800 Fans im Gepäck reisten die Iserlohn Roosters ins Frankenland, um dort die Negativserie auf fremdem Eis zu beenden. Doch nach einem nervösen Beginn agierten die Sauerländer zu undiszipliniert. Dies nutzten die Nürnberger gnadenlos aus. In doppelter Überzahl zog Patrick Reimer direkt ab und erzielte die Führung. Dann wurde es ruppig. Als Friedrich gerade von der Strafbank kam, checkte er Gilbert von der Seite. 

Nach einer Keilerei durfte Friedrich duschen gehen und die Nürnberger erneut in Überzahl spielen. Reimer bediente Weiß – 2:0 (16.). Es kam noch schlimmer für das Team von Rob Daum. Festerling brachte die Scheibe vors Iserlohner Gehäuse, dort bekamen die Roosters-Verteidiger erneut nicht den Puck aus der Gefahrenzone, so dass Bassen freistehend zum 3:0 einschob (19.). 

Wie in München war das Spiel nach nur 20 Minuten fast schon gelaufen für Iserlohn. Die Spielidee der Franken wurde auch im zweiten Durchgang deutlich. Immer wieder brachten sie die Scheibe vor das Iserlohner Tor, was ihnen zum Teil auch sehr einfach gemacht wurde. Zwar flackerte in doppelter Überzahl kurz Gefahr vor dem Nürnberger Tor auf, doch Caporusso und Schmidt scheiterten an Treutle. In der Folge waren nur die Ice Tigers spielbestimmend. Immer wieder gelangten sie bei Abprallern an den Puck. Nach 28 Minuten netzte Gilbert freistehend zum 4:0 ein. Wenn Dahm nicht so stark gehalten hätte und Nürnberg die vielen Kontersituationen besser ausgespielt hätte, wäre es bereits nach 40 Minuten zu einem Debakel für Daum-Schützlinge gekommen. 

800 Fans begleiteten die Roosters nach Nürnberg.

Zumindest versuchten die Sauerländer im letzten Drittel, mit einer etwas defensiveren Ausrichtung die Niederlage in Grenzen zu halten. Weidner verpasste zunächst ein Roosters-Tor. Auf der anderen Seite erhöhte Lalonde auf 5:0 (50.). Es war schon bezeichnend, dass eine Einzelleistung her musste, damit auch die mitgereisten Roostersfans einmal jubeln durften (50.). Der Jubel fiel allerdings beim Tor von Camara aufgrund des Rückstandes verhalten aus, zumal auch die Nürnberger ihren Torhunger noch nicht gestillt hatten. In Überzahl fälschte Brown einen Lalonde-Schuss unhaltbar für Dahm zum 6:1 ins Tor (54.). Den Schlusspunkt setzten die Gastgeber durch Brandon Buck, der einen Orendorz-Fehlpass dankend annahm und zum Endstand von 7:1 traf. 

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