Roosters triumphieren im Westderby

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Sieg im Westderby: Brooks Macek (li.) und die Iserlohn triumphierten am Donnerstagabend mit 4:2 bei den Kölner Haien.

Köln – Auswärtssieg im Westderby: Mit viel Geduld und kämpferischem Einsatz sicherten sich die Iserlohn Roosters am Donnerstagabend drei wichtige Punkte in Köln, verloren aber Richard Jares mit einer Knieverletzung.

Von Mirko Heintz

Das Auftaktdrittel lief nach Plan. Ein torloses Unentschieden nach 20 Minuten ging für die Sauerländer in Ordnung, insbesondere in Anbetracht der schwierigen Personalsituation. Defensiv standen die Roosters hervorragend im eigenen Drittel, erlaubten Schüsse meist nur von der Außenposition und räumten vor dem eigenen Tor gnadenlos auf.

Offensiv hatten die Sauerländer sogar mehr Gelegenheiten als das Team des ehemaligen Bundestrainers Uwe Krupp, einzig der perfekte Abschluss fehlte gegen Haie-Keeper Danny aus den Birken, der wie lange eine gute Leistung zeigte.

Geduld zahlt sich aus

Den Beweis, dass sich Geduld auszahlt, traten die Blau-Weißen im zweiten Abschnitt an. Ausgeglichen blieb das Match bis zur 30. Minute, dann schoss Riefers von der rechten Seite, Rankin fälschte die Scheibe ab und die Haie führten, glücklich 1:0. Es war die Ruhe, die Gelassenheit, die die Roosters genau jetzt auszeichnete. Sie spielten weiter, Cheftrainer Pasanen vertraute auf seine vierte Reihe (!) und die sorgte für den verdienten Ausgleich. Nach Vorarbeit von Danielsmeier und Friedrich landete die Scheibe beim völlig frei stehenden Wruck, der halbhoch ins lange Eck traf und so sein erstes DEL-Tor verbuchte. Gerade 74 Sekunden waren nach dem Führungstreffer der Domstädter vergangen.

Nur knapp vier Minuten nach dem Ausgleich schnappte sich Macek vor Aus den Birken die herrenlose Scheibe und hämmerte den Puck, zwischen den Bullypunkten stehend, unhaltbar unter die Latte (34.). Plötzlich war das Match gedreht!

Fosters trifft zur Entscheidung

Elf Sekunden Unterzahl im Schlussabschnitt überstand der IEC ohne Probleme, erarbeitete sich dann in der eigenen Zone die Scheibe, nahm Tempo auf, entwickelte einen 3:2-Konter, den Raedeke nach Rebound-Chance von Aus den Birken zum 3:1 nutzte. 

Acht Minuten vor dem Ende dann Getümmel vor dem Iserlohner Tor und Kölner Jubel. Die Unparteiischen gingen zum Videobeweis, sahen aber auf den Bildern keinen Grund ihre Entscheidung zurückzunehmen, Köln hatte durch Ohmann den Anschlusstreffer verbucht. Anschließend verletzte sich Richard Jares am Knie bei einer Defensivaktion im eigenen Drittel, musste von Roosters-Mannschaftsarzt Veit und Physiotherapeut Brozé in die Kanine gebracht werden. Trotzdem brachte der IEC den Vorsprung über die Zeit, traf 21 Sekunden vor Ende durch Alex Fosters Empty-Net-Treffer zum 4:2-Endstand.

Die Statistik

Haie: Aus den Birken – Lüdenmann, Ankert; Krupp, Riefers; Tjernqvist, Zerressen – Johnson, Iggulden, Rankin; Falk, Gogulla, Ohmann; Stephens, Phohl, Tripp; Sauvé, Schmölz, Weiß

Roosters: Lange – Button, Liwing; Jares, Lavallée; Teubert, Orendorz – Whitmore, Macek, Raedeke; Foster, Dupont, Petersen; Bassen, Giuliano, Blank; Friedrich, Wruck, Danielsmeier

Schiedsrichter:  Schukies (Herne), Zehetleitner (Oberstorf)

Tore: 1:0 (29:04) Rankin (Riefers, Johnson), 2:0 (30:18) Wruck (Danielsmeier, Friedrich), 1:2 (33:43) Macek, 1:3 (40:48) Raedeke (Macek, Whitmore), 2:3 (51:53) Ohmann (Ankert, Falk), 2:4 (59:39) Foster (Dupont, Liwing/Empty Net)

Strafen:  Haie 6, Roosters 6

Zuschauer: 8045

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