Eishockey, DEL

Ein tolles Spiel der Roosters, aber keine Punkte in München

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Die Roosters verloren in München zwar, zeigten aber eine starke Leistung.

München – Die Iserlohner Roosters liefern ein tolles Match in München, gehen aber am Ende leer aus und verlieren auch noch Ryan O’Connor.

Mit viel Rückenwind ob der jüngsten Siegesserie reisten die Sauerländer zum Ligaprimus. Der wollte sich für das 0:1 im Dezember rehabilitieren und startete mit hartem Forechecking. Parlett scheiterte gleich zu Beginn am glänzend reagierenden Peters. Aus heiterem Himmel dann das erste Tor – für die Gäste. Im 4-gegen-4 gestatteten die Münchener zu viel Platz, O’Connor bediente Rumble und der vollstreckte in den rechten Winkel (6.). 

Wie schon drei Tage zuvor, drehte München das Spiel binnen kurzer Zeit. Ehliz (10.) und Shugg (15.) kamen nach demselben Muster zu Torerfolgen. Jeweils an der Bande in Höhe der Bullypunkte passte ein Münchener Akteur den Puck an den langen Pfosten, wo der eigene Mitspieler nur die Kelle hinhalten musste. Und dennoch: Gegen den spielerisch überlegenen Gegner kämpften die Männer vom Seilersee stark an und belohnten sich mit dem Ausgleich. O’Connor schloss zehn Sekunden vor Drittelende einen Konter mustergültig ab. 

Im zweiten Drittel sollten sich die Ereignisse nach sieben harmlosen Minuten überschlagen. Binnen 26 Sekunden stellten die Sauerländer per Doppelpack auf 4:2. Sutter finalisierte ein tolles Umschaltspiel per Schlagschuss zur erneuten Führung (27.), die Mannschaftskapitän Raymond nach gewonnenem Offensivbully ausbaute (28.). Doch der Mehrfachmeister fand noch in derselben Minute eine umgehende Antwort durch Voakes, als beide Verteidiger der Roosters hinter der Grundlinie standen und den Slot verwaist ließen.

Zu allem Überfluss fälschte Halmo bei eigener Unterzahl die Scheibe ins eigene Tor ab, Voakes bekam den Ausgleichstreffer gutgeschrieben (35.). Viel schlimmer sollte jedoch der verletzungsbedingte Ausfall von O’Connor sein, so standen dem Gast ab Beginn dieses Spielabschnitts nur noch fünf Verteidiger zur Verfügung. Offensiv machte sich das Fehlen indes nicht bemerkbar. Dort bestimmte gnadenlose Präzision das Iserlohner Angriffsspiel (34 von 49 Schussversuchen gingen auf das Tor). So auch bei Weiß‘ Hammer zum 5:4 (44.). 

Schließlich aber sollten die beiden kampfbetonten Spiele an diesem Wochenende ihren Tribut zollen gegen einen nach wie vor brandgefährlichen Gegner. Sowohl gegen Peterka (45.) als auch gegen Bourque (47.) versäumte man es, den eigenen Slot bzw. den Stock des Gegners zu kontrollieren. Danach rettete Peters in höchster Not gegen Jaffray (52.) und Daubner (54.), sollte aber noch ein siebtes Mal hinter sich greifen – Ehliz mit der (Vor-)Entscheidung zum 7:5 (57.). MacQueen hätte per Breakaway noch einmal verkürzen können, und auch mit sechs Feldspielern feuerten die Roosters kräftig ab, der verdiente Lohn blieb jedoch aus... Lennart Flanz

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