Viertelfinale doch als Endstation

Brutaler Knock-out für die Roosters in Ingolstadt

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Endstation Ingolstadt: Die Roosters verloren am Dienstagabend das 7. Play-Off-Viertelfinale und sind ausgeschieden.

Ingolstadt - Der Traum ist ausgeträumt. Die Hoffnung aufs Halbfinale starb für die Iserlohn Roosters am Dienstagabend in Spiel sieben einer beeindruckenden Play-Off-Serie gegen den Deutschen Meister, der sich im alles entscheidenden Spiel trotz Rückstand das Momentum holte und seine Führung, erspielt im ersten Drittel, nicht mehr abgab.

Von Mirko Heintz

Einen besseren Start hätten sich die Sauerländer und ihre 350 mitgereisten Fans kaum wünschen können. Trotz einer starken Druckphase der Gastgeber erarbeitete sich der IEC in den ersten Minuten zwei hervorragende Torgelegenheiten und nutzte die zweite zur 1:0-Führung (4.) durch Cody Sylvester. Ein früher Treffer in einem Nervenspiel, von allen Beobachtern als Fortsetzung des guten Roosters-Spiels vom Sonntag anerkannt.

Aber die Blau-Weißen sollten nicht im gesamten Auftaktdrittel so kompakt spielen, wie es nötig gewesen wäre. Ausschlaggebend ein Schuss von Picard, der aus Langes Fanghand ins Tor fiel (11.). In diesem Augenblick verloren die Roosters ihr Momentum, Lange ärgerte sich. Ingolstadt gab weiter Gas, war bis zum Drittelende die bessere Mannschaft und traf 15 Sekunden vor Ende des Abschnitts zum 2:1 – zum psychologisch denkbar schlechtesten Zeitpunkt (20., Buck).

Ohne Fortune und ohne Scheibenglück starteten die Roosters ins zweite Drittel. Ingolstadt war in Gedanken frei vom Druck, der sichtlich auf den Sauerländern lastete. Kaum anders war der Ingolstädter Angriff nach 137 Sekunden zu erklären, der nach einem Stolperer von Connolly den ERC in Scheibenbesitz brachte und zum 3:1 führte. So hatten sich die Roosters in der gesamten Serie kein einziges Mal auskontern lassen. Damit war die Euphorie endgültig in die Saturn-Arena eingekehrt, das Publikum stand wie eine Wand hinter den Gastgebern, die sich gelegentliche Konterchancen erarbeiteten, sich in erster Linie aber darauf konzentrierten, die Angriffe des IEC zu zerstören – das gelang auch in Unterzahl sehr gut.

Der Meister trifft nun auf Düsseldorf

Minute um Minute verging auch im Schlussdrittel. Die Roosters arbeiteten hart, kämpften um jeden Zentimeter, Jari Pasanen stellte seine Reihen um, versuchte, York wieder mit Radeke und Macek zum Erfolg zu führen, aber trotz eines weiteren Powerplays blieb den Sauerländern der Anschlusstreffer versagt. Als dann Gawlik in der 50. Minuten zum 4:1 traf – die Entscheidung. Mit dem Mut der Verzweiflung drückten die Roosters danach noch im Powerplay und nahmen ihren Torhüter vom Eis – doch belohnt wurden sie nicht, im Gegenteil: Zweimal Ross (54., 58.) traf zum 5:1 und 6:1 für den Meister, der nun im Halbfinale auf Düsseldorf trifft.

Iserlohn Roosters - Ingolstadt

ERC: Pielmeier – Köppchen, Picard; Friesen, Schopper; Kohl, Périard; Kronthaler – Ross. Hager, Brooks; Buck, Taticek, MacMurchy; Hahn, Laliberte, Szwez; Barta, Gawlik, Greilinger

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Button, Teubert; Orendorz – York, Wruck, Dupont; Raedke, Sylvester, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Friedrich, Whitmore

Schiedsrichter:  Piechaczek (Landsberg), Rohatsch (Kempten)

Tore: 0:1 (03:52) Sylvester (Liwing, Macek), 1:1 (10:31) Laliberte (Szwez, Picard), 2:1 (19:45) Buck (MacMurchy, Hager), 3:1 (22:17) Kohl (Greilinger, Hahn), 4:1 (49:28) Gawlik, 5:1 (53:39) Ross, 6:1 (58:07) Ross

Strafminuten: ERC 12; Roosters 4

Zuschauer:  4815 (ausverkauft)

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