Glücklos in ein kleines Debakel geschliddert

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Bruchlandung im Olympia-Eissportzentrum: Brodie Dupont (oben) und Richard Jares.

München - So deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Leistungsunterschied nicht – und dennoch kassierten die Iserlohn Roosters, die ohne Jeff Giuliano in München antreten mussten, eine klare 1:8 (0:2, 1:2, 0:4)-Niederlage gegen Red Bull.

Von Mirko Heintz

Nach einem schwachen Auftaktdrittel traf Friedrich zum Anschlusstreffer. Das Münchener 3:1 aus dem Nichts Minuten später in einer Druckphase des IEC war der vorentscheidende Moment der Partie.

München startete mit unglaublichem Tempo, wollte schon zu Beginn keinen Zweifel aufkommen lassen, wer Herr im Olympia-Eissportzentrum ist. Bis zur siebten Minute hatten die Sauerländer das schnelle Spiel des Jackson-Teams hervorragend im Griff, generierten eigene Chancen und standen trotz vieler Schüsse auf Mathias Langes Tor sicher. Dann traf Verteidiger Wozniewski zum 1:0. Geschockt waren die Sauerländer nicht, konzentriert ging es weiter – bis zum Turnover Münchens in der 13. Minute. Die Roosters verloren die Scheibe, Holzmann passte auf Maurer, der zog mit Tempo durch die Iserlohner Deckung – 2:0. So stand es auch zur ersten Pause.

Wie so oft in dieser Saison sollte das Trainergespann Pasanen/Bartman die richtigen Worte finden, denn ins Mitteldrittel starteten die Sauerländer aggressiver, läuferisch stärker und verdienten sich nach 110 Sekunden den 1:2- Anschlusstreffer durch Friedrichs erstes DEL-Tor. Die Münchener leisteten sich nun – sichtlich beeindruckt – kleine Fehler, die die Gäste immer wieder vors gegnerische Tor brachten. Doch nicht die Roosters machten den Ausgleich, stattdessen zauberte Roe einen Handgelenkschuss in Richtung Iserlohner Tor – unsichtbar schlug der Puck neben Lange ein (3:1). In Unterzahl kassierten die Gäste gar noch das 1:4 (Sparre).

Owers erste DEL-Gegentore

74 Sekunden Powerplay gleich zu Beginn des letzten Abschnitts hätten den IEC noch einmal zurück ins Spiel bringen können. Statt aber in Überzahl auf 2:4 zu verkürzen, blieb es beim Vorsprung der Münchener, die diesen in der Folge sogar ausbauten. 114 Sekunden im Schlussdrittel waren gespielt, als Christensen zum 5:1 traf. Es war die endgültige Entscheidung und das erste Gegentor von Thomas Ower, der zu Beginn des letzten Drittels eingewechselt wurde, weil sich Mathias Lange eine kleine Verletzung zugezogen hatte und man kein Risiko eingehen wollte. Bis zum Ende der Partie versuchten die Sauerländer dagegenzuhalten. Am Ende aber mussten sich York & Co 1:8 geschlagen.

Redbull:  Treutle – Petermann, Brückner; Wozniewski, Smaby; Kettemer, Regehr, Boyle – Barta, Seidenberg, Wolf; Roe, Sparre, DiSalvatore; Christensen, Brophey, Meckler; Kahun, Maurer, Holzmann

Roosters: Lange (ab 40:01 Ower) – Sullivan, Liwing; Jares, Teubert; Button, Lavallée; Orendorz – York, Raedeke, Macek; Foster, Whitmore, Petersen; Friedrich, Wruck, Dupont; Bassen, Connolly, Blank

Schiedsrichter:  Hascher (Miesbach), Oswald (Kaufbeuren)

Tore:  1:0 (06:56) Wozniewski (Smaby, Barta), 2:0 (12:57) Maurer (Holzmann, Wozniewski), 2:1 (21:50) Friedrich (Wruck, Petersen), 3:1 (24:51) Roe (DiSalvatore), 4:1 (38:56) Brophey (Regehr/5:4), 5:1 (41:54) Christensen (Brophey, Meckler), 6:1 (43:51) Boyle (Roe, Wolf/5:3), 7:1 (52:03) Meckler (Regehr), 8:1 (54:02) Barta (Kahun, Wolf/5:4),

Strafminuten: Redbull 4; Roosters 12

Zuschauer: 3306

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