Dshunussows Comeback: Kein Tag zum Jubeln

+
Zwei Tage nach dem Heimsieg am Seilersee gegen Augsburg (Foto) unterlagen die Iserlohn Roosters am Sonntagnachmittag in Nürnberg völlig verdient 1:5, wussten nie an die gute Vorstellung vom Freitag anzuknüpfen.

Nürnberg -  Nach dem Nürnberger Trainerwechsel war unter der Burg für die Roosters nichts zu holen. Von der ersten Minute war man dem Tempo der Franken nicht gewachsen, fand eigentlich nie zu seinem Spiel. Im letzten Drittel feierte Daniar Dshunussow sein Comeback, wurde eingewechselt, um das Team nach einem 1:3-Rückstand wachzurütteln – ohne Erfolg.

Von Mirko Heintz

Die Mahnungen des Trainerstabes hatten nicht geholfen. Auf auswärtigem Eis braucht die Mannschaft der Sauerländer Gegentore, um ins Spiel zu finden. Pasanen/Bartman hatten gewarnt, des Trainerwechsels und der taktischen Ausrichtung des Gegners wegen. Nürnberg würde gerade zu Beginn kommen, Druck machen und versuchen, die Blau-Weißen in der eigenen Zone einzuschnüren. Nach 14 Sekunden stand es 0:1. Rein-precht, Topstürmer der Franken, drückte die Scheibe durch die Schoner von Mathias Lange. Die Gäste, jetzt geschockt, versuchten den schnellen Rückstand zu vergessen, hatten aber Probleme, sich aus den Drucksituationen zu befreien. Rein-prechts zweiter Treffer, nahezu aus gleicher Position, schien die logische Konsequenz (11.). Anders als beim ersten Gegentreffer ließ sich das Pasanen-Team vom erneuten Rückschlag aber nicht beeinflussen, steigerte sich sogar von Angriff zu Angriff, verdiente sich Fosters Anschlusstreffer (15.).

Trotzdem blieben die Gastgeber läuferisch bärenstark und zwangen die Iserlohner zu Strafminuten. Beinstellen, Halten – das sind Hinausstellungen, die eigentlich Seltenheitswert haben beim Team vom Seilersee. An diesem Nachmittag, in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts, aber ging es nicht anders. Lange musste erneut in viel zu vielen brenzligen Momenten retten, war bei Nürnbergs 3:1, erzielt in Überzahl, aber machtlos (28., Reimers). Der Rest: Nürnberger Überlegenheit, allerdings ohne weitere Tore.

Das Schlussdrittel startete mit einer Überraschung. Statt des bärenstarken Lange rückt Daniar Dshunussow zwischen die Pfosten. Vier Monate nach seiner Bandscheiben-OP feierte der Goalie sein Comeback, machte sein erstes Spiel für die Blau-Weißen. Pasanen wollte seine Mannschaft mit dieser Entscheidung wachrütteln, ihr signalisieren, dass sie sich nicht allein auf ihren Goalie verlassen sollte. Gerade in den Anfangsminuten des Schlussabschnitts war deutlich. Diese Botschaft war angekommen, die Roosters waren gleichwertig. Zählbares sprang aber nicht heraus. Stattdessen trafen Jaspers und Ehliz später noch zum 5:1-Endstand.

Ice Tigers: Jenike – Eriksson, Klubertanz; Joslin, Nowak; Printz, Wayman, Schüle – Reinprecht, Ehliz, Patrik Reimer; El-Sayed, Möchel, Elsner; Jaspers, James, Oblinger; Kaufman, Locke, Pföderl

Roosters: Lange, Dshunussow (ab 41.) – Sullivan. Liwing; Button, Lavallée; Jares, Teubert; Orendorz; York, Wruck, Petersen; Raedeke, Danielsmeier, Macek; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Whitmore, Dupont

Schiedsrichter: Haupt (Kempten), Schütz (Bad Aibling)

Tore: 1:0 (00:14) Reinprecht (Ehliz, Klubertanz), 2:0 (10:45) Reinprecht (Ehliz, Reimer), 2:1 (14:04) Foster (Whitmore, Jares), 3:1 (27:23) Reimer (Reinprecht, Ehliz/5:4), 4:1 (51:40) Jaspers (Pflöderl , Oblinger), 5:1 (52:37) Ehliz (Klubertanz, Reinprecht)

Strafminuten: Ice Tigers 12 + 10 (Klubertanz); Roosters 12

Zuschauer: 4089

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare