Tor zum 3:3-Ausgleich nicht gegeben

Zur finalen Wende fehlt die Kraft

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Wieder kein Sieg für Pasanen und seine Roosters.

MÜNCHEN - Die Bilanz ist ernüchternd. Aus sechs Spielen in zwei englischen Wochen holen die Iserlohn Roosters vier Punkte – letztlich aber nur einen Sieg. In München war man lange auf Augenhöhe, am Ende aber war zu bemerken, dass nach so viel Eiszeit, die Kraft fehlte, um einen Rückstand aufzuholen.

Mit den erwarteten Umstellungen startete das Pasanen-Team in die Partie gegen die Redbulls. Der Trainer hatte nach den schon getätigten Umstellungen vom Freitag erneut reagiert, Frosch, Mulock und Foster Reihen und Positionen tauschen lassen. Beide Mannschaften hatten Probleme, ins Match zu kommen, deshalb waren die Anfangsminuten geprägt von zu vielen Fehlpässen – und einem 0:2-Rückstand des IEC.

Der hatte gerade eine Strafe gegen Foster überstanden, als ein Pass von Haydar ins Slot vom Knie Brennans an Ersberg vorbei ins Netz ging – wieder ein Eigentor (8.). Münchens 2:0 resultierte aus einem Defensivfehler, der Urbas nach einem Haydar-Pass die Chance gab von der linken Seite unbedrängt vor das Tor zu ziehen (15.). Bis dahin waren die Roosters offensiv keinesfalls untätig, hatten Gelegenheiten durch Teubert, zweimal durch Sertich und York, nutzten aber keine davon. Das sollte sich ändern. Nur 22 Sekunden nach dem 2:0 verkürzte Giuliano mit einem Handgelenkschuss ins obere rechte Eck auf 1:2. Und nur 39 Sekunden später war bereits der Ausgleich erzielt. Diesmal hatte Jares den Blick für den früh gestarteten und völlig frei an der blauen Linie stehenden Sertich, der Reimer bei Versuch Nummer drei keine Chance ließ (16.).

Im Mitteldrittel ließ das Team vom Seilersee den Redbulls einen Hauch zu viel Spielraum in der Defensive. Ein Fehler, der aber nur einmal bestraft werden sollte. In diesem Moment war Reihe Nummer vier auf dem Eis, bei der die Zuordnung nicht stimmte, Palmieri traf zum 3:2 (26.). Nur anderthalb Minuten später schockte ein ganz anderer Zwischenfall die Reisegruppe aus dem Sauerland. Bei einem Angriff der Münchener bekam Ersberg, am Boden liegend, einen nachstochernden Schläger der Gastgeber gegen Helm und Kehlkopf. Der Schwede musste gestützt von den Medizinern beider Teams vom Eis, wurde in der Kabine nachbehandelt, es soll allerdings kein schwerwiegendes Problem sein.

Nur 143 Sekunden nach Ende der zweiten Pause jubelte die Roostersbank, nach einem Pfostenschuss der Münchener durch O’Connor, lag die Scheibe plötzlich im EHC- Tor. Während Schiedsrichter Fischer sofort auf Tor entschied, wollte der zweite Unparteiische Willi Schimm den Videobeweis und hat dort erkannt, dass Raedeke im Torraum stand. Zwar wiesen Pasanen und Mende darauf hin, dass er dort hineingecheckt worden war, die Schiedsrichter aber hatten ihre Entscheidung getroffen. Unverkennbar hatte dieser Rückschlag die Roosters getroffen. Das Resultat: Unruhe in der Deckung und der zweiteUrbas-Treffer des Nachmittags zum 4:2 für den EHC. Das war’s – der Rückstand war nicht mehr zu drehen.

Mirko Heintz

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