Die Kraft reicht nicht nach einer 3:0-Führung

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Trotz großen Kampfes verloren die Roosters in Mannheim am Freitagabend 3:4.

Mannheim - Effektivität im Abschluss und harte Arbeit waren an diesem Abend nicht genug. Bei starken Adlern aus Mannheim mussten sich die Iserlohn Roosters nach einer 3:0-Führung doch noch geschlagen geben und erlebten den ersten Null-Punkte-Abend der Saison.

Von Mirko Heintz

Dass die Roosters nach 20 Minuten 1:0 in Führung lagen, war eigentlich nicht zu verstehen. Eigentlich hätten sich die Gastgeber eine solide Führung herausarbeiten müssen, denn sie waren im gesamten ersten Abschnitt die klar bessere Mannschaft, schnürten die Sauerländer in der eigenen Zone ein. Der IEC mühte sich, dem hervorragenden Kombinationsspiel der Adler immer wieder einen Körper oder einen Schläger entgegenzusetzen, durchkreuzte so zumindest einige Angriffe der Mannheimer. Den Rest der vielen Hochkaräter entschärfte Mathias Lange, der im ersten Drittel bei Alleingängen, Schüssen oder Rebounds der Adler schlicht über sich hinauswuchs. Der Treffer der Sauerländer nach 79 Sekunden war wunderschön anzuschauen und der genialen Vorarbeit von Boris Blank zu verdanken. Macek vollstreckte.

Grundsätzlich änderte sich an der Adler-Dominanz auch im Mitteldrittel nichts. Das Team aus der Kurpfalz blieb tonangebend, war aber im Abschluss zu verspielt. Dafür traf der Gast: Zuerst staubte Whitmore nach einem Jares-Schuss zum 0:2 ab. Auch das 0:3, clever von York und Dupont vorbereitet, war ein Abstauber. Diesmal traf Button bei 5:3-Überzahl.

Doch die Adler schlugen zurück: Erst Richmond, dann – 14 Sekunden vor Drittelende – Plachta sorgten mit Einzelaktionen für den 2:3-Anschlusstreffer. Insbesondere in den letzten Minuten bemerkte man deutlich: Die Kräfte der Sauerländer ließen merklich nach.

Adler-Siegtor 19 Sekunden vor dem Ende

Aufopferungsvoller Kampf der Sauerländer prägte auch den Auftakt des Schlussdrittels, in dem der IEC auf den angeschlagenen Teubert verzichten musste. So bekam auch Orendorz mehr Eiszeit, der früh eine lange auf dem Eis diskutierte Zwei-Minuten- Strafe wegen unkorrekten Körperangriffs kassierte. Diese erste Herausforderung überstanden die Roosters. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute brachten sie im weiteren Verlauf von der Uhr. Das gelang bis 2:58 Minuten vor dem Ende. Tardifs Gewaltschuss unter die Latte bedeutet das 3:3. Nun hatten die Adler alle Trümpfe in der Hand und kamen durch Rheault 19 Sekunden vor Schluss noch zum 4:3-Siegtor.

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