Roosters gehen in Franken unter

Desaströses zweites Roosters-Viertel

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Die Roosters gingen in Nürnberg 3:9 unter.

Nürnberg - Gegen die Nürnberg Ice Tigers können die Iserlohn Roosters in dieser Spielzeit offensichtlich nicht gewinnen. Zwei knappen Niederlagen nach Penaltyschießen bzw. Verlängerung folgte am Dienstagabend in der fränkischen Metropole im dritten Saisonduell nach einem desaströsen Mittelabschnitt eine 3:9-Pleite.

Beide Mannschaften mühten sich zunächst, die neutrale Zone abzusichern, sorgten damit nicht für einen zuschauerfreundlichen Schlagabtausch, sondern für geordnete Defensive. Zugegeben, die Roosters hatten in den ersten sechs, sieben Minuten mehr Nürnberger Gäste in der eigenen Defensivzone als ihnen lieb war, anschließend steigerte sich das Team vom Seilersee aber.

Trotz vier Minuten dauernder Überzahl und 14:10-Schüssen auf den Kasten von Nürnbergs Goalie Tyler Beshkorowany hieß es nach dem ersten Drittel aber 1:0 für Nürnberg, weil Rein-precht im zweiten Nachschuss traf (19.). Hatten die Gastgeber in den zurückliegenden Matches gerade im zweiten Abschnitt Probleme gehabt, war es diesmal umgekehrt. Nach einem Raymond-Foul kassierten die Waldstädter nicht nur ihre erste Unterzahl, sondern auch das 0:2 (26.) durch Reimer.

Anschließend hatte Nürnberg das Momentum, erhöhte nach einem Fehler von Pickard auf 3:0 durch Möchel (32.). Trainer Pasanen nahm seinen Neuzugang anschließend nicht deshalb vom Eis, sondern weil er hoffte, mit Mathias Lange einen neuen Akzent zu setzen, seine Jungs aufzurütteln. Es gelang nicht. Zwar hatte das Team nur drei Minuten später sogar die Chance in 45 Überzahl-Sekunden mit zwei Spielern mehr den Anschlusstreffer zu verbuchen, aber auch das misslang. Gerade als die Ice Tigers Heatley als vierten Mann wieder auf dem Eis hatten, starteten er und Steckel einen Konter, verbuchten in einfacher Unterzahl das 4:0. Erneut Steckel und Segal erhöhten bis zur 39. Minute sogar auf 6:0.

Zweistellige Pleite nur knapp verhindert

Die Gastgeber freuten sich, allerdings zu sehr, sodass Petersen und Button in der Schlusssekunde noch auf 2:6 verkürzten. Der Schlussabschnitt begann mit einem bösen Foul von Oblinger an Pickard – eine genaue Diagnose über die Schwere der Verletzung lag gestern Abend noch nicht vor. Sportlich ging es für die Sauerländer trübe weiter, am Ende wurde mit Mühe zumindest eine zweistellige Pleite verhindert.

Ice Tigers: Beskorowany (ab 52:07 Lehr) – Printz, Borer; Joslin, Klubertanz; Martinovic, Nowak; Weber – Murley, Pfleger, Segal; Reinprecht, Buzas, Patrick Reimer, Steckel, Heatley, Pföderl; El-Sayed, Möchel, Oblinger
Roosters:  Pickard (ab 32:04 Lange) – Button, Raymond; Périard, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz – York, Friedrich, Blank; Jaspers, Hamill, Macek; Bassen, Ross, Petersen; Sylvester, Dupont, Shevyrin
Schiedsrichter:  Piechaczek (Landsberg), Winnekens (Berlin)
Tore: 1:0 (18:31) Reinprecht (Reimer), 2:0 (25:40) Patrick Reimer (Heatley, Reinprecht/5:4), 3:0 (31:35) Möchel (Oblinger, El-Sayed), 4:0 (34:24) Steckel (Heatley, Printz/4:5), 5:0 (36:20) Pföderl (Joslin, Reinprecht/5:4), 6:0 (38:02) Segal (Weber, Pfleger), 6:1 (38:28) Petersen (Périard, Bassen), 6:2 (39:59) Button (Macek), 7:2 (45:15) Heatley (Pföderl, Reimer/5:3), 7:3 (48:46) Ross (Bassen, Côté), 8:3 (50:28) Steckel (Nowak/5:4), 9:3 (52:07) Segal (Murley)
Strafminuten: Ice Tigers: 14 + 10 (Oblinger); Roosters: 14 + 10 (Côté)
Zuschauer: 4245

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