Späte Wende am Seilersee

Der Meister dreht die Partie kurz vor Schluss

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Die Roosters unterlagen gegen den Deutschen Meister aus Ingolstadt denkbar knapp.

Iserlohn - Gleich im Doppelpack verspielten die Iserlohn Roosters am Freitagabend ihren Vorsprung, verloren aufgrund individueller Schwächen gegen den deutschen Meister aus Ingolstadt 3:5 (2:0, 0:2, 1:3). Es war die dritte Niederlage in Folge, und eine richtig unnötige dazu.

Von Mirko Heintz

Totale Kontrolle prägte die Partie in Drittel eins. Weder die Roosters noch der ERC ließen defensiv dem Gegner Spielraum. Das Resultat war eine an Chancen arme Partie, in der die Gastgeber nach 20 Minuten 2:0 führten. Treffer eins resultierte aus einem Defensivfehler der Panther, Dupont war nach 226 Sekunden erfolgreich. Anschließend hatten die Sauerländer drei Überzahlsituationen in Folge, nutzen allerdings erst Powerplay drei zur 2:0-Führung durch Sullivans Schlagschuss von der blauen Linie (15.). Doch nicht nur der Tore wegen waren die Blau-Weißen verdient in Führung, präsentierten sich als das diszipliniertere Team.

Das war auch zu Beginn des Mitteldrittels nicht anders. Drei hervorragende Gelegenheiten hatten die Sauerländer unmittelbar hintereinander, doch Connolly, York und Foster verpassten das 3:0. Gleich anschließend durften die Panther nach einem Bandencheck von Macek zum ersten Mal in Überzahl aufs Eis, schafften es allerdings nur ein einziges Mal Gefahr auf den Kasten der Sauerländer zu bringen. Dieser Augenblick reichte (2:1 durch Brocklehurst, 26.). Vier Mal in Folge hatten die Ingolstädter in Serie verloren, dieser Treffer aber gab ihnen Selbstvertrauen und bereitete den Weg in ein immer ausgelicheneres Match, in dem Ross per Shorthander zum 2:2 ausglich (38.).

Raedeke trifft in Überzahl zum 3:2

Raedekes Treffer zum 3:2 in Überzahl gab den Roosters im letzten Drittel nochmals die Hoffnung auf einen Heimsieg. Whitmore hatte nach einem Foul knapp acht Minuten vor Schluss die Chance, per Penalty alles klar zu machen, verzockte sich. Fast im Gegenzug kamen die Panther durch Taticek zum erneuten Ausgleich – und das sollte nicht der letzte Panther-Treffer des Abends gewesen sein. Greilinger drehte erneut das Match, brachte seine Panther nach einem weiteren individuellen Fehler in Führung und damit zum Sieg. MacMurchys Treffer ins leere Iserlohner Tor, 39 Sekunden vor Ende, war dann nur noch Ergebniskosmetik zum 5:3-Endstand für den Gast.

Roosters:  Lange – Liwing, Sullivan, Lavallée, Button; Teubert, Jares; Orendorz – Raedeke, Petersen, Friedrich; York, Dupont, Macek; Foster, Whitmore, Connolly; Bassen, Blank, Wruck

ERC: Pielmeier – Brocklehurst, Friesen; Picard, Köppchen; Périard, Kohl; Wagner – Buck, Taticek, MacMurchy; Hahn, Gawlik, Boucher; Ross, Hager, Greilinger; Barta, Rinke-Leitans, Schmidpeter Schiedsrichter: Aumüller (Planegg-Würmtal), Schütz (Bad Aibling)

Tore: 1:0 (03:46) Dupont (Macek), 2:0 (14:26) Sullivan (York, Button/5:4), 2:1 (25:35) Brocklehurst (MacMurchy/5:4), 2:2 (37:03) Ross (4:5), 3:2 (44:58) Raedeke (Whitmore, Liwing/5:4), 3:3 (52:21) Taticek (Buck, MacMurchy), 3:4 (56:24) Greilinger (Kohl, Ross), 3:5 (59:21) MacMurchy (Ross/Empty Net)

Strafminuten: Roosters 4; ERC 14

Zuschauer: 3912

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