Absolut chancenlos in der Elbmetropole

+
Ohne Chance waren die Roosters am zweiten Weihnachtstag beim Tabellenzweiten in Hamburg.

HAMBURG - Hamburg, der Tabellenzweite, war am zweiten Weihnachtsfeiertag für die Iserlohn Roosters eine Nummer zu groß. Trotz eines guten Auftakts und einem schnellen 1:0 für die Gäste, gewannen die Hanseaten nach einem starken Auftritt verdient 6:1 (3:1, 1:0, 2:0). An diesem Nachmittag war der Erfolg des Gegners Stärke geschuldet.

Weihnachtsdrittel eins hätte aus Sicht der Sauerländer nicht mutiger angegangen werden können. Das Team vom Seilersee überraschte die Hanseaten, schnürte die Freezers in den ersten knapp drei Minuten in der eigenen Zone ein und traf bereits nach 41 Sekunden zum 1:0. Mulock nutzte ein Raedeke-Zuspiel und ließ Dimitrij Kotschnew im Tor der Gastgeber, der den Vorzug vor Sébastien Caron bekam, keine Chance. Schon in der dritten Minute aber wandelten sich die Kräfteverhältnisse, demonstrierte der Zweite der DEL-Tabelle, warum man sich dort nach anfänglichen Verletzungssorgen, zu Recht hinauf gearbeitet hat. Jakobson traf zum 1:1-Ausgleich. Kampfstark, körperbetont und mit unglaublichem Selbstvertrauen agierten von nun an die „Kühlschränke“, dominierten einen IEC, der offensiv mit weiteren guten Chancen von York, Mulock und Wolf aber Nadelstiche setzte. Tore verbuchten die Roosters dennoch nicht, die Freezers dagegen schon. Zwei Mal, erneut aus der Mitte vor dem Tor, trafen Oppenheimer und Dupuis (7./9.) gegen den wieder sehr guten Lange.

Wolf und Madsen treffen im Schlussdrittel

Defensiv lief es im Mitteldrittel besser für die Sauerländer. Das lag zum einen daran, dass sie viel aktiver Schliffschuh liefen, zum anderen sich konstanter ein Stürmer als dritter Mann in der Defensivbewegung an der Seite der Verteidiger fand. So hatten die Freezers meist nur über die Außenbahnen Gelegenheit, Chancen zu kreieren. Gelegenheiten zum Torerfolg hatten sie dennoch, insbesondere die Top-Reihe mit Wolf, Festerling und Flaake bescherte dem Roostersdrittel Torgefahr. Ein einziges Mal leistete sich die Defensive der Sauerländer einen Fehler, als man nach 39:04 Minuten Kevin Schmidt zu viel Platz ließ, der sich durch zwei Verteidiger durchtankte und nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Die Unparteiischen entschieden auf Penalty, den der Gefoulte zum 4:1 nutze.

Spätestens nach David Wolfs frühem Tor zum 5:1 für die Freezers, war das Match entschieden. Die Sauerländer mussten sich einem Gegner geschlagen geben, der spielerisch deutlich besser war und durch Madsen noch den Schlusspunkt setzte.

Mirko Heintz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare