3.4-Niederlage bei den Freezers

Roosters verpassen Bescherung in Hamburg

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Bereitete das erste Roosters-Tor in Hamburg mit einem Traumpass vor: Mike York.

Hamburg - Wenn das erste Drittel nicht gewesen wäre... Nach toller Aufholjagd kämpften sich die Iserlohn Roosters zurück ins Match und mussten sich doch den Hamburg Freezers 3:4 geschlagen geben. Fast hätten sie sich selbst das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht, weil am Ende aber ein Treffer fehlte, wurde es die sechs Auswärtsniederlage in Serie.

Von Mirko Heintz 

Der Auswärtsauftakt war besser als zuletzt, allerdings nicht so gut, wie sich das Fans und Mannschaft erhofft hatten. Nach 20 Minuten lagen die Blau-Weißen in der Hansestadt 0:2 hinten. Aus zwei Gründen: Zum einen war man läuferisch nicht gleichwertig, zum anderen gelang es den Sauerländern nicht, schnell und einfach aus der eigenen Zone herauszukommen. Das sorgte für die spielerische Überlegenheit der Gastgeber, die ein 5:3-Powerplay zur Führung durch Madsen und eine Chance durch Oppenheimer für die Torerfolge nutzten (6./13.). Deutlich mehr Chancen gab es für die Hanseaten, dank einer erstklassigen Leistung von Dshunussow, brannte aber mehr nicht an. Offensiv boten sich den Sauerländern wenig Gelegenheiten. Nur dreimal kamen sie gefährlich vor den Kasten Kotschnews, zweimal entschärfte der Nationaltorhüter gegen Friedrich (13.) und Dupont (18.).

Trotz des Rückstands arbeitete sich das Pasanen-Team im Mittelabschnitt besser in die Partie. Läuferisch gleichwertig hatte Raedeke schon nach knapp 60 Sekunden die erste Chance zum Anschlusstreffer. Anschließend hatten die Sauerländer dank eines Ausrasters von Brett Festerling vier Minuten Überzahl, erarbeiteten sich zwar nicht den Ausgleich, fanden aber mehr Selbstvertrauen und noch besser ins Match. Chancen hatten sie in diesem Powerplay, aber auch einen Kotschnew gegen sich, der einmal mehr über sich hinauswuchs. Dass sie trotzdem den Anschlusstreffer verbuchten, war Dylan Wruck zu verdanken, der einen Traumpass von York auf den Schläger bekam, seine Geschwindigkeit nutzte und Kotschnew überwand (33.). Knapp vier Minuten später aber erlaubten sich die Sauerländer den einzigen gravierenden Defensivschnitzer, ließen Passgeber Clark und Torschütze Oppenheimer zu viel Platz 3:1 (36.).

Wruck trifft zum 3:4 – das war's

Mit 65 Powerplay-Sekunden starteten die Sauerländer ins letzte Drittel, hatten die Chance, einen schnellen Akzent zu setzen, scheiterten aber einmal mehr an Kotschnew. Wruck, Friedrich und Macek hatten anschließend erneut die Chance, den Anschlusstreffer zu markieren, Kotschnew aber blieb Sieger. Ein Powerplay für die Hanseaten nach einer Notbremse von Blank sorgte für die nächste Gelegenheit der Freezers und das 4:1. Es schien die Vorentscheidung zu sein, doch die Roosters kämpften sich zurück in ein Match, das schon verloren schien. Orendorz und Wruck trafen zum 3:4, eine finale Überzahl knapp zwei Minuten vor dem Ende bescherte ihnen aber nicht mehr das Happyend. Die Hamburger brachten den knappen Sieg über die Zeit.

Freezers: Kotschnew – Schubert, Westcott; Brett Festerling, Roy; Schmidt, Stamler – Garrett Festerling, Clark, Flaake; Dupuis, Krämmer, Oppenheimer; Jakobsen, Madsen, Mitchell; Pohl, Sertich

Roosters: Dshunussow – Jares, Teubert; Sullivan, Liwing; Danielsmeier, Lavallée; Orendorz – Foster, Dupont, Kahle; Raedeke, Friedrich, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Blank

Schiedsrichter: Aumüller (Waldkraiburg), Krawinkel (Moers)

Tore: 1:0 (05:21) Madsen (Dupuis/5:3), 2:0 (12:34) Oppenheimer (Stamler), 2:1 (32:01) Wruck (Lavallée, York), 3:1 (35:51) Oppenheimer (Stamler, Clark), 4:1 (46:07) Flaake (Clark, Garrett Festerling/5:4), 4:2 (52:28) Orendorz (Wruck, York), 4:3 (57:26) Wruck (Liwing)

Strafminuten: Freezers 10; Roosters 6

Zuschauer: 12 690

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