7:5-Sieg beim Meister / Link zum Video mit den Highlights im Artikel

Vier Treffer im Schlussdrittel: Furiose Aufholjagd der Roosters in Mannheim

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Roosters-Coach Jason O’Leary sah beim Meister in Mannheim gestern Abend eine bärenstarke Aufholjagd, die im Auswärtssieg mündete.

Mannheim - Was für ein verrücktes Spiel: Nach einem 3:5-Rückstand nach 40 Minuten beim Meister Adler Mannheim drehten die Iserlohn Roosters im Schlussabschnitt auf und bejubelten einen 7:5-Erfolg am schönsten Iserlohner Eishockeyabend in dieser Saison.

Dominanz der Adler zu Beginn war ein erwartbares Phänomen. In den ersten fünf Spielminuten war es schwer für die Sauerländer, um Wege aus der eigenen Zone herauszufinden. Positiv: Mannheim fand wenig Lücken, um die Scheibe gefährlich vor das Tor von Andi Jenike zu bringen. 

Nach diesen ersten Minuten kamen die Roosters deutlich besser ins Spiel und – ebenfalls positiv – schossen bei allen Gelegenheiten auf den gegnerischen Kasten, gehütet von Champions-Hockey-League-Sieger Johan Gustavsson.

Insbesondere die dritte und vierte Iserlohner Formation war gut unterwegs. Folgerichtig durfte Michael Clarke in der 13. Minute seinen ersten Saisontreffer bejubeln. Hoeffel war der gute Pass vor das Tor zu verdanken, wo Clarke am linken Pfosten lauerte und traf. 

Hier gibt es die Highlights der Partie im Video

Die Führung währte aber nur 2:45 Minuten. Viel zu schnell fanden die Adler in einer Kontersituation den Weg aus dem eigenen Drittel, hatte Eisenschmid halbrechts zu viel Platz. Er schoss im Fallen und verbuchte den Ausgleich.

107 Sekunden später Turnover der Adler in der neutralen Zone, Katic war nicht von der Scheibe zu trennen und aufzuhalten, versuchte den Bauerntrick und fand die Lücke zwischen Jenike und dem Pfosten. Ein vermeidbarer Gegentreffer (16.). Das konnte man vom 1:3 aus Iserlohner Sicht nicht behaupten. Baxmann saß auf der Strafbank, Desjardins tauchte vor Jenike auf und staubte nach einem Schuss den Rebound ab (17.).

Der Mittelabschnitt begann mit Mannheimer Druck. Als O´Connor auf der Strafbank saß hatte Eisenschmid zu viel Platz vor dem Roosters-Tor und stellte auf 4:1 (23.). Weitere vier Spielminuten kontrollierten anschließend die Gastgeber das Match. Dann leitete die junge Reihe der Blau-Weißen eine starke Phase ein. 

Mit Tempo und einfachem Hockey setzten sie den Kasten der Adler unter Druck, erarbeiteten sich die Akzente, die dem gesamten Team Selbstvertrauen gaben. Enger am Gegner stehend, fehlerlos spielend, kamen die Sauerländer rein ins Match und wieder heran.

Der Grund: Zwei Eigentore der Adler, allerdings erzwungen von den Waldstädtern. Immer wieder brachten sie, anders als zuletzt, Schüsse aufs gegnerische Tor. Greniers Pass in Überzahl vor den Kasten fand dank Akdag den Weg ins Adler-Gehäuse (34.). Drei Minuten später arbeitete Halmo die Scheibe zu Buschmann, der den Puck in Richtung Slot brachte, wo die Scheibe von Reul abgefälscht zwischen den Pfosten landete – 4:3. Nur 19 Sekunden später aber schlug der Meister durch Stützle zurück zum 5:3.

Michael Clarke setzte im Schlussabschnitt früh den wichtigen Akzent, traf nach einem Alleingang zum 5:4 und eröffnete seinem Team alle Möglichkeiten (43.). Roosters-Treffer Nummer fünf folgte 124 Sekunden später durch Rumble. Gustavsson wurde anschließend gegen Endras getauscht, doch die Roosters waren nicht mehr zu bremsen. Erst behielt Sutter vor Endras die Übersicht, sorgte für die zweite Iserlohner Führung des Abends, dann erhöhte Petan nach einer genialen Kombination mit Findlay und Grenier auf 7:5 für die Sauerländer. Mannheim steckte nicht auf und machte Druck, dem starke Roosters standhielten.

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