Roosters unterliegen im Penaltyschießen

Im Penaltyschießen eines echten Spitzenspiels zogen Goalie Chet Pickard und die Iserlohn Roosters am Freitag den Kürzeren gegen die Nürnberg Ice Tigers

Iserlohn - Zum dritten Mal in Serie sicherten sich die Nürnberg Ice Tigers am Seilersee einen Sieg nach Penaltyschießen. Zwar kassierten die Roosters die zweite Heimniederlage und verspielten eine 2:0-Führung, dennoch war es ein echtes Spitzenspiel zweier guter Mannschaften.

Die Partie begann bereits als echtes Spitzenspiel. Beide Mannschaften lieferten sich einen harten, aber fairen Fight um jeden Zentimeter Eis, erlaubten sich keine Fehler. Hundertprozentige Gelegenheiten waren Mangelware. Die Ice Tigers erarbeiteten sich nicht eine, die Roosters dagegen machten aus vier Möglichkeiten zwei Treffer. Tor Nummer eins fiel in Überzahl. Nur elf Sekunden brauchte die Scheibe auf dem Weg in den Kasten des Ex-Iserlohners Andreas Jenike. Connolly nutzte einen Abstauber (10.), ehe erneut Connolly 15 Sekunden vor Drittelende sich über die linke Seite vor das Tor von Jenike arbeite und sein Team zum zweiten Mal jubeln ließ.

Irregulärer Caporuso-Treffer

Das änderte sich nach 4:29 Minuten im Mittelabschnitt. Die Sauerländer schienen gerade ihre zweite Unterzahl im Match überstanden zu haben, als Joslin die Scheibe an den Außenrand des rechten Bully-Kreises brachte und Murley per Schlagschuss zum 1:2 traf. Insbesondere defensiv machte das Pasanen-Team auch weiterhin ein gutes Match auf hohem Niveau und hatte auch offensive Gelegenheiten. Die Beste verpasste Caporusso wenige Sekunden vor der Drittelpause. Allein zog er in Richtung des Nürnberger Kastens auf und davon, brachte die Scheibe aber per Schlittschuh inklusive Kick-Bewegung über die Linie. Nach Studium des Videobeweises sahen es auch die Unparteiischen so – es blieb beim 2:1 für den IEC.

Nur Heatley trifft im Penaltyschießen

Spannend und umkämpft blieb die Partie auch im Schlussabschnitt, in dem die Roosters zu Beginn sechs Minuten in Überzahl agieren durften, sich allerdings zu wenig Chancen erarbeiten konnten. Cheftrainer Jari Pasanen nahm 29 Sekunden vor Ablauf des letzten Powerplays eine taktische Auszeit, um seine Jungs noch einmal wachzurütteln. Dennoch überstanden die Ice Tigers auch die restlichen Sekunden ihres Unterzahlspiels und hatten gefühlt damit das Momentum auf ihrer Seite. Weil die Iserlohner kurz vor Ende der regulären Spielzeit zudem eine weitere Überzahl nicht zu nutzen wussten, ging das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga in die Verlängerung. Und auch hier erarbeitete sich keine der beiden Mannschaften wirklich herausragende Chancen, so dass das Penaltyschießen folgte. Hier traf Heatley für die Ice Tigers – alle anderen Franken und Roosters verschossen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare