Eishockey, DEL

Chancenwucher der Roosters: Vierte Niederlage in Folge

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Die Roosters ließen gegen Krefeld zu viele Chancen aus und verloren 2:3.

Iserlohn – Nach dem 3:1 gegen die Iserlohn Roosters am 22. September hatten die auch von finanziellen Sorgen gebeutelten Krefeld Pinguine neun Spiele in Folge verloren – aber diese sportliche Talfahrt endete am Donnerstagabend ausgerechnet gegen die Sauerländer: Denn in der Eissporthalle am Seilersee setzte sich das bisherige Schlusslicht mit 3:2 durch. Eigentlich bestimmten die Gastgeber die Partie, belohnten sich aber nicht.

Wer seine Chancen nicht nutzt... Die Geschichte ist zu oft erzählt worden in dieser DEL-Saison. Dennoch fand sie auch in den ersten 20 Minuten des Auftaktdrittels im Westderby ihre Fortsetzung. Die Blau-Weißen spielten einfach zu kompliziert, oft mit einem Pass zu viel. Chancen hatten sie, die beste in der 14. Minute, als Friedrich und Raymond eine XXL-Gelegenheit verpassten. 

Dmitriev, Findlay und O´Connor hatten weitere gute Momente, brachten die Scheibe aber auch nicht an Rynnäs, dem starken Finnen im Tor der Pinguine, vorbei. Die Gäste hatten im ersten Abschnitt letztlich nur eine Möglichkeit, die aber reichte aus zur Führung. Die Waldstädter, ausnahmsweise mal eingeschnürt in der eigenen Defensive, waren viel zu lange auf dem Eis, brachten die Scheibe nicht aus der eigenen Zone, hatten irgendwann nicht mehr die Kraft, defensiv gut zu stehen, und kassierten nach einem genialen Braun-Pass auf Besse das 0:1 (18.). 

Und so ärgerlich das erste Drittel endete, so ärgerlich begann aus Sicht des IEC auch der Mittelabschnitt. Eine durch die Schoner von Peters gerutschte Scheibe von Noonan, landete im Slot, wo Braun 41 Sekunden nach Wiederbeginn zum 2:0 traf. Es war einer der ganz wenigen Patzer des Neuzugangs in dieser Saison. 

Eine Frage des Selbstbewusstseins

Kein Wunder, dass das O'Leary-Team anschließend beeindruckt wirkte. Die Gastgeber hatten viel richtig gemacht und lagen nach zwei gegnerischen Chancen 0:2 hinten. Irgendwann ist es nun mal auch eine Frage des Selbstbewusstseins. So kam, was kommen musste. Pietta scheiterte nach acht Minuten aus kurzer Distanz noch an Latte und Pfosten, Noonan machte es dann zwei Minuten später besser. Hodgmans gutes Auge fand den Verteidiger, der abzog und über der Stockhand von Peters zum 3:0 traf (31.). 

Es folgte das zweite Powerplay der Blau-Weißen an diesem Abend, das ungenutzt verstrich. Als Ex-Rooster Costello, Topscorer der Pinguine, aber kurz darauf das nächste Unterzahl-Spiel der Pinguine verursachte, war die Zeit der Sauerländer gekommen. Dmitriev traf beim ersten Versuch nur den Pfosten, Sekunden später aber war die Scheibe, erneut von Dmitriev auf den Kasten gebracht, im Tor (35.). 

Abgefälschter Schuss zum Anschlusstreffer

Nach diesem Powerplaytreffer wachten die Zuschauer auf, kam der IEC zurück ins Match, belohnte sich mit Treffer Nummer zwei – und das zur besten Zeit. Knapp 40 Sekunden vor Drittelende schalteten die Roosters aus der eigenen Deckung pfeilschnell um, Raymond trieb die Scheibe voran, passte auf Halmo, der zurück auf Friedrich legte. Es folgte ein Schuss, der abgefälscht von Krefelds Verteidigung hinter Rynnäs einschlägt – 2:3. 

Die Roosters waren wieder im Match und hätten schon 34 Sekunden nach Wiederbeginn den Ausgleich verbuchen können. Clarke und Grenier erarbeiteten sich eine 2:1-Konterchance, statt direkt abzuziehen, spielte der neue Stürmer einen Querpass, den Clarke allerdings nicht mit voller Wucht traf, so dass Rynnäs die Scheibe parierte. 

Auch eine letzte Überzahl bringt nichts

Anschließend überstanden die Sauerländer vier Unterzahlminuten ohne weiteren Gegentreffer und übernahmen dann wieder das Kommando auf dem Eis. Angriff auf Angriff starteten die Roosters auf Krefelds Kasten, das 3:3 aber wollte nicht fallen. Eine Costello-Strafe aber gab den Roosters final noch einmal die Chance, ins Match zurückzukehren. O'Leary nahm Peters vom Eis – ohne Erfolg, die Krefelder brachten den Sieg über die Zeit.

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